«Weltrekord» für eine Privatsammlung: 

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«Weltrekord» für eine Privatsammlung 

Lupe 206 Millionen Euro für YSLs Schätze

Krise, welche Krise? Für Werke aus der legendären Kunstsammlung von Yves Saint Laurent ist noch Geld da. Gleich der erste Tag der Auktion, um die es zuvor Streit gegeben hatte, endete mit einem Rekorderlös.

206 Millionen Euro haben Werke aus der Kunstsammlung von Yves Saint Laurent am ersten Tag der Versteigerung eingebracht. Wie französische Medien berichteten, wurden damit alle Erwartungen übertroffen. Unter den Werken, die im Pariser Grand Palais unter den Hammer gekommen sind, war auch ein Stillleben von Henri Matisse, das für 32 Millionen Euro versteigert wurde.

Das Gemälde aus dem Jahr 1911 zeigt eine Vase mit Schlüsselblumen auf einem blau-gelben Teppich.
Keinen Käufer hingegen fand das kubistische Stillleben von Pablo Picasso «Musikinstrumente auf einem kleinen runden Tisch», das auf 25 bis 30 Millionen Euro geschätzt wurde. Frankreichs Presse sprach von einem Weltrekord für eine Privatsammlung. Die insgesamt 730 Kunstwerke und Objekte aus der Sammlung von Yves Saint Laurent und seinem Lebensgefährten Pierre Bergé wurden ursprünglich auf 300 Millionen Euro geschätzt. Die Versteigerung dauert noch bis Mittwoch. Der Versteigerung von zwei chinesischen Bronzefiguren aus Saint Laurents Nachlass steht unterdessen nichts mehr im Weg: Ein Richter in Paris entschied am Montag, die Auktion werde nicht gestoppt. Vertreter der Regierung in Peking hatten argumentiert, bei den Bronzefiguren aus der Kaiserzeit handele es sich um Beutekunst, die nicht verkauft werden dürfe.(dpa/AP)