22.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Grabkammern sind Ruhestätten eines Beamten und einer Sängerin
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die beiden Stätten stammen aus der Zeit des Pharaos Unas aus dem dritten Jahrtausend vor Christus. Da über diese Herrschaft nur wenig bekannt ist, erhoffen sich die Archäologen durch die Funde neue Erkenntnisse über diese Zeit.
Archäologen haben in der altägyptischen Totenstätte Sakkara, 20 Kilometer südlich von Kairo, zwei weitere Grabkammern aus dem Alten Reich entdeckt. Bei den 4500 Jahre alten Gräbern handelt es sich um die letzten Ruhestätten eines hohen Beamten und einer gefeierten Sängerin aus der Zeit des Pharaos Unas (2404 - 2374 v. Chr.), teilte der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass, am Sonntag in Kairo mit.
Unas war der letzte Herrscher der 5. Dynastie. Die in seiner Pyramide in Sakkara gefundenen Pyramidensprüche stellen die ältesten religiösen Texte der altägyptischen Kultur dar.
«Oberaufseher über das Vermögen des Königs»Die erste der neu gefundenen Grabkammern beherbergt Iya-Maat, den Oberaufseher für wichtige Handelsmissionen des Pharaos Unas. Er trug auch den Titel eines «Oberaufsehers über das Vermögen des Königs». Über dem Grab der Sängerin Thinh sind deren zahlreiche Titel eingemeißelt, darunter der einer «Oberaufseherin über alle Sängerinnen». Eine Reliefskulptur zeigt sie bei einem Auftritt.
Die lange Herrschaft des Unas gilt als die Goldene Ära des Alten Reiches. Dennoch ist über diese wenig bekannt. Die neuen Funde könnten nach Ansicht der ägyptischen Archäologen neue Erkenntnisse über diese Zeit bringen. (dpa)