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Deutscher Buchpreis: 

Untergang der DDR ausgezeichnet

13. Okt 2008 19:30
Tellkamp bei der Preisverleihung
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Der Schriftsteller Uwe Tellkamp hat den Deutschen Buchpreis gewonnen. Mit der Geschichte einer bürgerlichen Dresdener Familie setzte er sich gegen Konkurrenten wie Peter Handke und Martin Walser durch.

Uwe Tellkamp erhält für seinen Roman «Der Turm» über den Untergang der DDR den Deutschen Buchpreis. Die Auszeichnung für die beste deutschsprachige literarische Neuerscheinung des vergangenen Jahres wurde dem 39 Jahre alten Autor am Montagabend in Frankfurt zuerkannt.

Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf restlichen Finalisten jeweils 2500 Euro. In die Endausscheidung hatten es außerdem Ingo Schulze («Adam und Evelyn»), Dietmar Dath («Die Abschaffung der Arten»), Iris Hanika («Treffen sich zwei»), Sherko Fatah («Das dunkle Schiff») und Rolf Lappert («Nach Hause schwimmen») geschafft.

Die Jury hatte 161 Titel zur Auswahl, die zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 17. September 2008 erschienen sind. Die sechs Schriftsteller wurden von einer Jury aus der Longlist von zunächst 20 vorgeschlagenen Romanen ausgewählt.

Auf der langen Liste hatten auch so prominente Schriftsteller wie Peter Handke, Martin Walser, Karen Duve, Uwe Timm oder Feridun Zaimoglu gestanden. Handke hatte allerdings zwischenzeitlich schon von sich aus zugunsten jüngerer Kandidaten verzichtet. Der Deutsche Buchpreis wird jedes Jahr als Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman vergeben. Um Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, wurde eine «Akademie Deutscher Buchpreis» berufen; die elf Mitglieder kommen aus der Buch- und Medienbranche.

Das Gremium bestimmt die jährlich wechselnde Jury, die den Preisträger in mehreren Auswahletappen kürt. Der Preis wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse verliehen. Jeder Verlag aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kann sich mit zwei deutschsprachigen Romanen aus seinem aktuellen oder geplanten Programm um die Auszeichnung bewerben. Die Jury sichtet die Einsendungen, sie kann auch zusätzliche Titel anfordern, die sie für geeignet hält.

Der Preis wurde zum vierten Mal vergeben. Er orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen Man Booker Prize und dem französischen Prix Goncourt. (dpa, AP)

 
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