09. Okt 2008 15:47
Einst hat er Damien Hirst groß herausgebracht, nun führt er in die chinesische Kunstwelt ein: der britische Kunstliebhaber Charles Saatchi. Die neue Londoner Galerie wird am Donnerstag eröffnet.
Zu den Höhepunkten der Schau zählt «Old Persons home», eine Gruppe von 13 lebensgroßen realistischen Figuren von Greisen in elektrischen Rollstühlen. Die Figuren der Künstler Sun Yuan und Peng Yu zeigen unter anderem einen General, einen Bischof, einen Admiral oder erinnern an Politiker. Ihre Rollstühle bewegen sich im Schneckentempo vorwärts und befinden sich dauernd auf Kollisionskurs. In «Donkey», einer Skulptur des Künstlers Zhang Huan, bespringt ein Esel den Jin-Mao-Turm, der bis vor kurzem das höchste Gebäude Chinas war. «Civilisation» von Bai Yiluo zeigt ein Dutzend Terrakotta-Köpfe, die von Mistgabeln durchstochen sind. Die neue Saatchi-Galerie verfügt über 15 großzügige helle Räume, die auf vier Etagen verteilt sind. Die Sammlung Saatchis umfasst etwa 2500 Stücke. Saatchi musste seine frühere Galerie für zeitgenössische Kunst in einem Gebäude am Ufer der Themse 2005 räumen, nachdem der Mietvertrag mit den japanischen Eigentümern des Hauses direkt neben der Westminster Bridge aufgelöst worden war. Die klagenden Eigentümer hatten zahlreiche Vertragsbrüche geltend gemacht. (dpa)