03.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Herr der Bekennerschreiben: Baader
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Pünktlich zum Kinostart des Filmes stellt Journalist Aust eine Neuauflage des RAF-Buches vor - angereichert mit Fotos und neuen Geheimdienstinformationen.
Der Journalist Stefan Aust hat die dritte Ausgabe seines Standardwerks «Der Baader-Meinhof-Komplex» vorgestellt. Das Buch arbeitet die Geschichte der Roten Armee Fraktion (RAF) chronologisch auf und erschien erstmals 1985. Die aktuelle, überarbeitete Fassung ist erstmals auch illustriert. Er habe neben der Einarbeitung von neuen Erkenntnissen ein komplett neues Kapitel hinzugefügt, in dem die weitere Geschichte der RAF geschildert werde, sagte der ehemalige «Spiegel»-Chefredakteur am Mittwoch bei der Präsentation in Hamburg.
Insbesondere habe es seit der zweiten, überarbeiteten Ausgabe neue Erkenntnisse über die Beteiligung der Geheimdienste an den Abhöraktionen im Gefängnis Stammheim gegeben, mit denen die einsitzenden RAF-Terroristen ausspioniert wurden. Aust arbeitet nach eigener Aussage weiter an dem Thema: «Je tiefer man taucht, desto interessanter wird die Geschichte.» Zudem gebe es noch immer bislang unbekannte Akten, ein Antrag auf Einsichtnahme sei gestellt.
Basierend auf dem Buch «Der Baader-Meinhof-Komplex» hat Produzent Bernd Eichinger mit dem Regisseur Uli Edel einen gleichnamigen Film gedreht, der am 25. September in die Kinos kommt. Der Ex-Spiegel-Chef Aust erhielt den Ehrenpreis bei den «First Steps Awards» für sein Lebenswerk und kündigte als eines seiner neuen Projekte scherzhaft an, sich nächstes Jahr selbst bei «First Steps» zu bewerben. (nz/AP)