Mit den beiden Urenkelinnen Richard Wagners sollen jetzt Vertragsverhandlungen aufgenommen werden. Anders als noch bei ihrem Vater wird es keinen Vertrag auf Lebenszeit mehr geben. Gleichzeitig gehen die bisher von Wolfgang Wagner gehaltenen Gesellschafteranteile der Bayreuther Festspiele GmbH zu gleichen Teilen an den Stiftungsrat über, in dem unter anderem der Bund, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und ein privater Förderkreis vertreten sind. Eigentümerin des Festspielhauses ist die 1973 errichtete Richard-Wagner-Stiftung.Der am vergangenen Samstag 89 Jahre alt gewordene und gesundheitlich angeschlagene Wolfgang Wagner war mit dem Ende der diesjährigen Bayreuther Festspiele Ende August nach 57 Jahren zurückgetreten. Er hatte die 1876 begründeten Festspiele, die auch als «Mutter aller Festspiele der Neuzeit» bezeichnet werden, bis 1966 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland geleitet. Eva und Katharina Wagner wollen die künstlerische Qualität der Festspiele steigern und ihre mediale Vermittlung und Vermarktung modernisieren. (dpa)