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Entscheidung in Bayreuth: 

Eva und Katharina Wagner leiten Festspiele

01. Sep 2008 16:12
Sagt ihrem Vater ab jetzt wo es lang geht: Katharina Wagner
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Die Entscheidung über Wolfgang Wagners Erbe ist gefallen: Mit seinen Töchtern Eva und Katharina haben sich die Favoritinnen durchgesetzt. Ihre Konkurrentin und Cousine Nike Wagner zeigte sich als faire Verliererin.

Katharina Wagner und ihre Halbschwester Eva Wagner-Pasquier treten die Nachfolge ihres Vaters Wolfgang Wagner in der Leitung der Bayreuther Festspiele an. Dafür sprach sich am Montag der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Festspiele aus, die als das weltweit bedeutendste Opernfestival gelten. Beworben hatten sich auch Nike Wagner, eine Tochter des 1966 gestorbenen Festspielleiters Wieland Wagner, zusammen mit dem international renommierten Kulturmanager und Intendanten Gérard Mortier.

Nike Wagner sprach in einer ersten Erklärung von einer «befremdlichen Prozedur». Sie sei traurig über den Ausgang des Verfahrens, habe aber auch die Hoffnung, «dass meine Cousinen die Anregungen von Gérard Mortier und mir aufgreifen. Ich wünsche ihnen dabei viel Erfolg». Der Familienstamm Wieland Wagners wollte sich nach Angaben des Wieland-Sohnes und Bruders von Nike, Wolf Siegfried Wagner, nicht an der Abstimmung beteiligen.

Vertragsverhandlungen folgen

Mit den beiden Urenkelinnen Richard Wagners sollen jetzt Vertragsverhandlungen aufgenommen werden. Anders als noch bei ihrem Vater wird es keinen Vertrag auf Lebenszeit mehr geben. Gleichzeitig gehen die bisher von Wolfgang Wagner gehaltenen Gesellschafteranteile der Bayreuther Festspiele GmbH zu gleichen Teilen an den Stiftungsrat über, in dem unter anderem der Bund, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und ein privater Förderkreis vertreten sind. Eigentümerin des Festspielhauses ist die 1973 errichtete Richard-Wagner-Stiftung.

Der am vergangenen Samstag 89 Jahre alt gewordene und gesundheitlich angeschlagene Wolfgang Wagner war mit dem Ende der diesjährigen Bayreuther Festspiele Ende August nach 57 Jahren zurückgetreten. Er hatte die 1876 begründeten Festspiele, die auch als «Mutter aller Festspiele der Neuzeit» bezeichnet werden, bis 1966 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland geleitet. Eva und Katharina Wagner wollen die künstlerische Qualität der Festspiele steigern und ihre mediale Vermittlung und Vermarktung modernisieren. (dpa)

 
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