Schätze aus dem Land des Feuers:
Aserbaidschanische Kunst in Berlin bewundern
23.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Mit dieser jahrtausendealten Kultur bringen wir Europa ein fernes Land am Kaspischen Meer näher, über das bislang nur sehr wenige etwas wussten», betonten die Veranstalter. Aserbaidschan grenzt im Süden an Iran, im Westen an Armenien und Georgien und im Norden an die Region Dagestan/Russland. Es ist ein Land, das über Jahrhunderte im Spannungsverhältnis von Persien, Osmanischem Reich und Russland stand und dessen Kultur dadurch wesentlich geprägt wurde.
Die bis 16. November in Berlin zu sehende Ausstellung unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigt nach Angaben der Veranstalter erstmals und bislang einmalig in Europa eine umfassende kulturhistorische Zusammenstellung herausragender Objekte aus aserbaidschanischen Museen, die sonst nur in ihrem Ursprungsort gesehen werden können. Ausgrabungen, auch von deutschen Archäologen um 1920 vorgenommen, verweisen auf eine jahrtausendealte Siedlungsgeschichte bis zur Zeit der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert. Der höfische Glanz der Fürstentümer wird durch prächtige Kleidung, Schmuckobjekte und kostbare Teppiche präsentiert.
Anlässlich seiner ersten und kurzen Unabhängigkeit von 1918 bis 1920 gab sich das Land den Namen Aserbaidschan, abgeleitet vom altpersischen Begriff azer, «Feuer». 1991, nach 71 Jahren der Zugehörigkeit zur Sowjetunion, erklärte Aserbaidschan seine Unabhängigkeit, zum zweiten Mal in seiner wechselvollen Geschichte. (dpa)

