Sohn entscheidet sich gegen Vernichtung :
Letzter Nabokov-Roman wird veröffentlicht
12.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Dmitri Nabokov vor einem Foto seines Vaters: 138 Karteikarten
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Immer wieder hat Nabokov junior mit sich gerungen - wie schon zuvor seine Mutter, die Frau des Autors von «Lolita». Nun kommt ein unvollendetes Werk auf 138 Karteikarten doch raus. Der deutsche Verleger steht schon fest.
31 Jahre nach dem Tod des Schriftstellers Vladimir Nabokov (»Lolita») will sein Sohn Dmitri das letzte Manuskript seines Vaters veröffentlichen. Dmitri Nabokov sollte «The Original of Laura» eigentlich verbrennen sollte. Der 74-Jährige sagte der Zeitschrift «Vanity Fair» nun aber, er wolle nicht als Feuerteufel in die Literaturgeschichte eingehen.
Der am 2. Juli 1977 gestorbene Autor hinterließ das unvollendete Werk auf 138 Karteikarten. «Meine Mutter musste ihm in seinen letzten Tagen versprechen, die Karteikarten zu verbrennen», erklärte sein Sohn. Wie Nabokov junior fortfuhr, habe sie das aber bis zu ihrem Tod nicht übers Herz gebracht: «'Du wirst das einmal entscheiden müssen', sagte sie immer zu mir.»
Veröffentlichung im September 2009Dmitri Nabokov entschied sich nun gegen die Vernichtung: «Hätte mein Vater wirklich gewollt, dass dieser Roman nicht erscheint, hätte er ihn selber zerstört.» Das Werk soll im September 2009 bei den ausländischen Stammverlagen Vladimir Nabokovs erscheinen. «In Deutschland wird Rowohlt den Zuschlag bekommen.» (AP)