Der Ausgrabungsort liegt südlich der Jerusalemer Altstadt. Die Archäologen vermuten, dass dort 700 v.Chr. eine königliche Zitadelle und ein Palast der Söhne Davids mit den «beachtlichen Ausmaßen von 6000 Quadratmeter» standen. Die genaue Funktion ist noch umstritten. Es könnte unter anderem ein Luxuspalast für Frauen, ein Verwaltungssitz oder ein Sommerschloss gewesen sein. Später soll sich an der Stelle während der Perserzeit ein Verwaltungszentrum befunden haben sowie vom 5.-7. Jh. n.Chr. eine byzantinische Kirche mit Kloster.An den archäologischen Grabungen nehmen rund 120 Studierende teil, davon 56 aus Heidelberg und 20 aus Tel Aviv. «Neben den archäologischen Entdeckungen ist das Projekt auch für die deutsch- israelischen und die jüdisch-christlichen Beziehungen von großer Bedeutung», sagte Oeming. (dpa)