«Der Spiegel» hatte in seiner jüngsten Ausgabe unter dem Titel «Goethes allmächtige Fee» eine erneute Debatte um das Liebesleben Goethes entfacht. Das Hamburger Nachrichtenmagazin bezog sich dabei auf die Thesen von Ghibellino, der zusammen mit Mitstreitern der von ihm gegründeten «Anna Amalia und Goethe Akademie» an diesem Freitag (25. Juli) auf einer Pressekonferenz in Weimar neue Belege vorlegen will.«Ein deutsch-italienischer Jurist provoziert die Wissenschaft mit der kühnen These, Goethe habe eine Affäre mit seiner Gönnerin, der Herzogin Anna Amalia, gehabt», heißt es im «Spiegel». Nicht der geistvollen Charlotte von Stein, die bisher als platonische Liebe des jungen Dichters galt, waren demnach all die Liebesbriefe, Billetts und Zettelchen von Goethes Hand in den Jahren 1776 bis 1789 gewidmet.