Außenhülle des «White Cube» errichtet: 

netzeitung.deBaubeginn bei Berliner Kunsthalle

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Grundsteinlegung erfolgt: Der White Cube kommt (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Grundsteinlegung erfolgt: Der White Cube kommt
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz nimmt Gestalt an: Seit Donnerstag werkeln die Bauarbeiter an der Außenhülle. Für die Montage sind nur fünf Wochen geplant - dabei kam es schon mehrfach zu Verzögerungen.

Während der Palast der Republik immer schmaler wird, wächst daneben etwas neues: Mit der Montage von mehr als 100 vorgefertigten Platten aus Holz und Faserzement hat am Donnerstag der Aufbau des Gebäudes begonnen. Das nach Plänen des Architekten Adolf Krischanitz als «Wolke» gedachte Kunsthaus soll Ende September fertig sein.

Wie die Cube Kunsthalle Berlin GmbH mitteilte, sei geplant, mehr als 100 jeweils 2,50 Meter breite und 11 Meter lange Platten auf dem Fundamentsockel zu errichten. Die Kunsthalle werde eine Gesamtfläche von 1200 Quadratmetern und einen Ausstellungsraum von 600 Quadratmetern haben.
Zeitpläne umgeschmissen
Sobald die Außenhülle fertig ist, soll die Außengestaltung der «Wolke» nach einem Entwurf des in Linz geborenen Künstlers Gerwald Rockenschaub beginnen. Die Bauarbeiten haben sich bereits einmal verzögert: Eigentlich wollten die Kuratorinnen des Projekts, Constanze Kleiner und Coco Kühn, die neue Kunsthalle schon zur 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst im April fertig stellen.

Die Vorbereitungen und Genehmigungen seien dann aber «komplizierter gewesen als angenommen», so der Ex-CDU-Kultursenator Volker Hassemer. Dabei ging es um die Leitungen auf dem Gelände. Hassemer ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin, die den so genannten «White Cube» finanziert. Auf dessen Website wird der sechste Juni als Baubeginns-Datum angekündigt.
Candice Breitz macht den Anfang
Kühn und Kleiner ist das inzwischen egal: Die Eröffnung im Berliner Kunstherbst böte ohnehin bessere Marketing-Möglichkeiten, sagten sie der «Tageszeitung». Zu dieser Zeit findet auch die Galeristen-Messe Artforum statt und lockt internationale Sammler in die Stadt.

In der temporären Kunsthalle werden zwei Jahre lang bis zum Baubeginn des Stadtschlosses Werke von zeitgenössischen Künstlern gezeigt, die in Berlin arbeiten und «internationale Impulse setzen.» Der Ausstellungsbetrieb beginnt am 17. Oktober mit einer Ausstellung der Südafrikanerin Candice Breitz.

Der eingeschossige Bau kostet nach Angaben des «Tagesspiegels» 950.000 Euro und wird von der Stiftung Zukunft Berlin finanziert. 2010 soll der Bau des Humboldt-Forums beginnen, dessen Eröffnung für 2013 geplant ist. (nz/dpa)