27.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das Mahnmal für homosexuelle NS-Opfer im Berliner-Tiergarten
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Gedenkveranstaltung soll am Samstag an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Der Bundestagsvizepräsident und einer der letzten lebenden Zeitzeugen werden am Mahnmal in Berlin erwartet.
Beim 30. Christopher-Street-Day in Berlin soll am Samstag an die homosexuellen NS-Opfer erinnert werden. Am neuen Homosexuellen-Mahnmal im Tiergarten ist eine Gedenkfeier geplant. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) wird nach Angaben der Veranstalter bei der Kranzniederlegung ein Grußwort sprechen.
Zu der Gedenkfeier wird als einer der letzten überlebenden Zeitzeugen der 95-jährige Rudolf Brazda erwartet, der wegen seiner Homosexualität im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert war. Im Anschluss an die Gedenkfeier findet ein Straßenumzug vom Berliner Dom über den Potsdamer Platz bis zur Siegessäule statt.
Der Christopher-Street-Day unter dem Motto «Hass du was dagegen?» thematisiert in diesem Jahr nach Angaben der Veranstalter die zunehmende Gewalt gegen Homosexuelle. Die Organisatoren erwarten dazu rund eine halbe Million Menschen. (epd)