17. Jun 2008 10:16
Nach Elfride Jelinek, Max Frisch und Günther Grass kann sich jetzt der österreichische Schriftsteller Winkler über den Büchner-Preis freuen. Der Bauernsohn aus Kärnten arbeitete früher in einem Karl-May-Verlag.
Die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung teilte zur Begründung der Preisvergabe mit: «Josef Winkler hat auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist.» Sein erster Roman von 1979 trägt den Titel «Menschenkind». 1982 erschien von ihm «Muttersprache». Winkler wurde am 3. März 1953 als Sohn eines Bauern in Kärnten geboren und lebt heute in Klagenfurt. Nach der Volksschule besucht er drei Jahre die Handelsschule in Villach. Später besucht er die Abendhandelsakademie in Klagenfurt und arbeitet tagsüber im Betrieb eines Verlags, der Karl-May-Bücher produziert. Seit 1982 ist Josef Winkler freier Schriftsteller. Zu seinem Werk zählen Bücher wie «Menschenkind», «Die Verschleppung» und « Roppongi. Requiem für einen Vater». (dpa)