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«Universalmuseum» in Dubai: 

Musealer Ausflug von Deutschland nach Arabien

28. Mai 2008 17:11
Auch eine Art von Kunst: Architektonisches Meisterwerk in Dubai
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Die erste Zusammenarbeit zwischen den grünen Landen und der glitzernden Wüstenmetropole ist angeschoben: Dabei geht es aber «nicht um eine schlichte Dependance deutscher Museen am Golf», sondern um kulturellen Austausch.

Großer deutscher Kulturauftritt in der Golfregion: Die großen Museen in Berlin, München und Dresden unterstützen den Aufbau eines «Universalmuseums der Weltkunst» im arabischen Wüstenemirat Dubai. Dazu wurde jetzt mit Dubai eine Kooperation vereinbart, zu der auch andere Museen weltweit eingeladen werden, wie der Kulturdirektor der Dubai Culture and Arts Authority, Michael Schindhelm, zusammen mit den drei deutschen Museumsdirektoren am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Schindhelm war früher Chef der Berliner Opernstiftung. «Dubai hat eine große Zukunft als Labor der Globalisierung im 21. Jahrhundert, wobei die Kultur immer stärker ins Blickfeld gerät», betonte er. «Und die Deutschen genießen auch am Golf einen guten Ruf.» Die Kulturkooperation - sie ist die erste internationale Zusammenarbeit der Regierung von Dubai auf diesem Gebiet - wird vom Auswärtigen Amt ausdrücklich begrüßt. «Es ist gut, wenn die deutsche Museumslandschaft nach dem Motto 'Gemeinsam sind wir stark' einen überzeugenden Auftritt in der Golfregion hat», sagte Martin Kobler vom Auswärtigen Amt. «Wir erhoffen uns davon auch eine Ausstrahlung auf die umliegenden Problemzonen.»

Mit metropolitanem Anspruch

In den nächsten Jahren ist der Bau eines großen Museums- und Kulturensembles in Dubai geplant, wozu auch ein Opernhaus für eine Milliarde Dollar gehört. Die Kosten für den Museumsbau bezifferte Schindhelm mit einer «bedeutenden dreistelligen Millionensumme in Euro». Seine Gesellschaft habe den Auftrag erhalten, in Dubai «eine kulturelle Infrastruktur mit metropolitanem Anspruch zu entwickeln» und möglichst viele Aspekte der Kultur- und Kunstgeschichte zu präsentieren, «vom Schrifttum bis zur Sternenkunde».

Dabei stehe auch die Pflege der arabischen Kultur im Vordergrund. Bei der deutschen Beteiligung gehe es «nicht um eine schlichte Dependance deutscher Museen am Golf», sondern um ein universelles Konzept für einen internationalen Begegnungsort der Kunst. Die deutschen Museen stellen dafür Leihgaben zur Verfügung.

Auf der großen internationalen Kunstplattform

Bis zur Fertigstellung des großen Museumsbaus sind in einem von Rem Koolhaas entworfenen Pavillon quasi als Vorlauf bereits Wechselausstellungen auch mit deutscher Hilfe geplant. «Dazu stehen drei fantastische Museumsmannschaften aus Deutschland mit ihrem reichhaltigen Fundus zur Verfügung», betone Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Sie wollen in Dubai den «Kanon der Weltkunst» mit einem hohen Anspruch präsentieren, ergänzte der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, Reinhold Baumstark. «Jetzt spielen wir auf der großen internationalen Kunstplattform mit», betonte der Berliner Generaldirektor Peter-Klaus Schuster. Die drei großen Museumsinstitutionen hatten bereits gemeinsame Auftritte in Brüssel zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft und jetzt in Peking. (dpa)


 
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