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Freud-Gemälde unterm Hammer: 

Rekordsumme für eine Nackte

14. Mai 2008 09:37
Das Bild von Lucian Freud erzielt bei Christie's einen Rekordpreis
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Noch nie gab es für ein Kunstwerk eines lebenden Malers so viel Geld. Per Telefon hat ein anonymer Bieter das Bild von einer schlafenden Nackten, gemalt von Lucian Freud, für einen Millionenbetrag ersteigert.

Ein lebensgroßes Aktgemälde des britischen Malers Lucian Freud ist in New York für einen Rekordpreis von 33,6 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) versteigert worden. So viel ist nie zuvor bei einer Auktion für ein Werk eines noch lebenden Künstlers gezahlt worden. Den bisherigen Weltrekord hielt mit 23,6 Millionen Dollar der Amerikaner Jeff Koons mit seiner Kreation «Hängendes Herz».

Freuds 1995 entstandenes Werk «Benefits Supervisor Sleeping» ging am Dienstagabend nach einem spannenden Bieterwettstreit an einen Käufer via Telefon. «Natürlich wissen wir, wer es ist. Aber er bleibt anonym», sagte Amy Cappellazzo, die Co-Chefin der Christie's-Abteilung für zeitgenössische Kunst. Das Auktionshaus Christie's hatte mit einem Erlös von 25 bis 35 Millionen Dollar gerechnet. Die jetzt erzielten 33 Millionen Dollar sind nur der sogenannte Hammerpreis, die Auktionsgebühren kommen noch dazu. Trotz seines Rekords für einen lebenden Künstler schaffte es Freud allerdings nicht annähernd auf die Liste der Top Ten der teuersten Gemälde der Welt. Auf dem letzten Platz steht derzeit Andy Warhols «Green Car Crash» mit 71,7 Millionen Dollar.

«Big Sue» erhielt 25 Euro am Tag

Freuds Gemälde - Spitzname «Big Sue» - zeigt in dicken, saftigen Pinselstrichen sehr realistisch eine beleibte Frau schlafend auf einem Sofa. Modell «lag» die Londoner Arbeitsamtsangestellte Sue Tilley (51), die für ihren künstlerischen Nebenjob ganze 20 Pfund (25 Euro) am Tag erhielt.

Das Gemälde zeigt eine opulente Frau schlafend auf einem Sofa. Der heute 85 Jahre alte Freud wurde in Berlin geboren. Er ist der Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud. 1933 musste er mit seiner Familie vor den Nazis nach Großbritannien fliehen. (AP/ dpa)

 
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