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Spektakulärer Fund: 

Palast der Königin von Saba entdeckt

07. Mai 2008 19:22
Eine Büste in der Ausstellung
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Der Ort ist von Mythen und Geheimnissen umrankt. Nun haben Hamburger Archäologen den Palast der sagenumwobenen Herrscherin aufgespürt - in einer unwirtlichen Gegend Äthiopiens. Ob sie dort die Bundeslade finden?

Forscher der Universität Hamburg haben Geheimnisse um die legendenumwobene Königin von Saba gelüftet. «Eine Gruppe von Wissenschaftlern um Professor Helmut Ziegert hat während ihrer dreimonatigen Feldforschung im Frühjahr 2008 den Palast der Königin Saba aus dem 10. Jahrhundert vor Christus in Axum-Dungur (Äthiopien) gefunden», teilte die Universität am Mittwoch mit. «In diesem Gebäude könnte zeitweise auch die Bundeslade aufbewahrt worden sein», hieß es. Sie diente der Überlieferung nach zur Aufbewahrung der Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhalten haben soll.

Entdeckt wurde das Bauwerk unter dem Palast eines christlichen Königs. «Die Untersuchung hat gezeigt, dass dieser erste Palast der Königin von Saba nach kurzer Zeit abgetragen und, ausgerichtet zum Stern Sirius, neu errichtet wurde», berichteten die Forscher. Sie vermuten, dass Menelek, nach der Überlieferung Sohn der Königin von Saba und des Königs Salomon in Jerusalem, für die Neuerrichtung verantwortlich war.

Dort sei auch ein Altar aufgestellt worden, auf dem womöglich einst die Bundeslade - nach biblischen Beschreibungen eine mit Gold überzogene Truhe aus Akazienholz - stand. Forscher haben rund um die Stelle viele Opfergaben gefunden. Sie gelten ihnen als Zeichen dafür, dass die besondere Bedeutung des Altars über Jahrhunderte hinweg überliefert worden sei.

Die Hamburger Archäologen untersuchen seit 1999 in Axum den Beginn des Äthiopischen Staates und der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. «Die nun vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass mit der Bundeslade und dem Judentum ein bis nach 600 n. Chr. praktizierter Sothis-Kult nach Äthiopien kam, für den die Sirius-Zeichen, die Orientierung aller Kultbauten zum Sirius-Aufgang und aufgefundene Reste von Rinder-Opfern charakteristische Merkmale sind», hieß es. (nz/dpa)
 
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