22. Feb 2007 08:09, ergänzt 11:05
Das Programm-Paket «Microsoft Office 2007» sendet ungefragt Nutzerdaten durchs Internet. Adressat ist eine bekannte Marketing-Firma. Der Vorwurf lautet: Datenspionage.
Das Computermagazin futurezone.at des österreichischen Rundfunks (ORF) bekräftigt die Vorwürfe. Zu den übermittelten Daten gehören demnach nicht nur Angaben über das installierte Betriebssystem und die jeweilige Office-Version, sondern auch die persönliche WAN-IP-Adresse, mit deren Hilfe Rechner im Internet gegebenenfalls identifiziert werden können. Die Firma WebTrends ist bei Microsoft wohl bekannt. Es handele sich bei ihr um «einen unabhängigen Dienstleister», gab ein Microsoft-Sprecher auf Nachfrage des ORF zu. Er widerspricht jedoch dem Vorwurf der Datenspionage. „Die Daten, die WebTrends sammelt und analysiert, verwenden wir dazu, unsere Online-Hilfe benutzerfreundlicher zu machen“, beteuert auch Microsoft-Managerin Pamela Sindall in Redmont (USA): «Dabei werden keine persönlichen Daten gesammelt.» (nz)