Hintergrund: Wie Computer ausgespäht werden
05. Feb 2007 13:23
 |  Wer am Computer sitzt, muss keine Angst vor dem Staat haben. | Foto: dpa |
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Die technischen Möglichkeiten, Computer unbemerkt auszuspionieren, sind schon lange vorhanden. Die Polizei hätte sie gern für ihre Ermittlungsarbeit genutzt. Internet-Kriminelle tun das bereits in wachsendem Maße.
So funktioniert das Ausspähen von Daten auf einem Rechner, wie es Kriminelle häufig erfolgreich versuchen: In der «klassischen Variante» wird dem Empfänger eine E-Mail mit einem für ihn vermeintlich interessanten Dateianhang geschickt, in dem aber ein so genannter Trojaner versteckt ist. Wenn der Empfänger den Anhang öffnet, wird heimlich ein Programm installiert, das den Computer anschließend ausspioniert. Hat der Schädling seinen Dienst verrichtet, sendet er die geraubten Daten über das Internet an seinen Urheber zurück. Raffinierte Schädlinge zerstören sich nach getaner Arbeit zudem selbst.
Da viele Computernutzer inzwischen wissen, dass sich in E-Mail-Anhängen unbekannter Absender Schädlinge verbergen können, haben auch die Online-Spione ihre Angriffsstrategie verfeinert. Als zweites Einfallstor haben sich in jüngster Zeit so genannte «Drive-by-Downloads» etabliert, wie die Computer-Zeitschrift «c't» unlängst beschrieben hat. Dabei werden Sicherheitslücken in der Browser-Software oder in Betriebssystemen ausgenutzt. Spionagesoftware, Trojaner oder andere Schädlinge werden auf Webseiten hinterlegt. Werden diese Seiten besucht, gelangt die schädliche Software vom Nutzer unbemerkt über die Sicherheitslücke auf den heimischen Computer.
Für den Schutz vor Internet-Kriminellen empfehlen Experten dreierlei: eine stets aktuelle Anti-Viren-Software, ein persönliches Firewall-Programm und nicht zuletzt ein gesundes Misstrauen gegenüber zweifelhaften Webseiten und E-Mails von unbekannten Absendern.(dpa)