netzeitung.deFalsche Rechnungen mit Virenanhang

 Herausgeber: netzeitung.de

Derzeit werden Millionen Mails mit einem Virus im Anhang getarnt als Rechnung verschickt. Experten warnen davor, die Datei zu öffnen.

Experten der Initiative «No Abuse In Internet» warnen vor Viren, die in gefälschte Rechnungen des Internet-Dienstleisters 1&1 eingebettet sind. Die vermeintlichen Rechnungen werden derzeit per E-Mail an zahlreiche Internet-Nutzer verschickt. Die E-Mail trägt den Betreff «1&1 Internet AG - Ihre Rechnung».

Im Text der Mail heißt es: «Anbei erhalten Sie Ihre Rechnung vom 29.12.2006. Die Gesamtsumme für Ihre Rechnung im Monat Dezember beträgt: 59,99 Euro. Gemäß der erteilten Einzugsermächtigung werden wir den Betrag in den nächsten Tagen von Ihrem Konto einziehen.» Die Nutzer finden demnach im Anhang eine Datei mit dem Namen «Rechnung.pdf.exe», die die angebliche Rechnung enthalte.

Auf keinen Fall öffnen
Empfänger dieser Mail sollten diese Datei auf keinen Fall öffnen: Schon die Endung «.exe» weist auf ein ausführbares Programm hin. Tatsächlich versteckt sich dahinter ein so genanntes Trojanisches Pferd - also eine Software, die eine Hintertür zu einem befallenen Computer öffnet. Das Schadprogramm mit dem Namen «Backdoor.Win32.agent.abf» versucht, weitere schädliche Software über das Internet zu installieren, den Computer auszuspähen und möglicherweise sogar die Kontrolle zu übernehmen. Derzeit erkennt nur etwa die Hälfte aller Virenscanner diesen Schädling.

Der Internet-Dienstleister 1&1 geht davon aus, dass mehrere Millionen dieser Virenmails verschickt wurden. Neu ist die Masche nicht: In der Vergangenheit wurden bereits Mails mit Viren-verseuchtem Anhang unter anderem als Rechnungen der Deutschen Telekom oder der Online-Auktionsplattform Ebay getarnt verschickt.

Die im August 2000 gegründete Initiative «No Abuse In Internet» widmet sich der Bekämpfung von Internet-Kriminalität und die Meldestelle Netwatch, bei der Surfer rechtswidrige Internet-Inhalte melden können. (nz)