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Neuer Wurm missbraucht die BBC

03. Apr 2006 15:24
Wurm-Mail
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Ein neuer E-Mail-Wurm nutzt die Nachrichtenkompetenz der BBC: Schlagzeilen des britischen Senders werden verschickt, um Nutzer zum Klicken zu animieren.

Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Websense meldet, kursiert derzeit ein Datenschädling, der Nachrichten des britischen Rundfunksenders BBC verwendet, um Schadprogramme auf die PCs der Opfer zu spielen. Ausgenutzt wird dabei eine bislang nicht geschlossene Lücke namens «createTextRange» im Microsoft-Browser Internet Explorer (IE) in jeweils aktueller Version.

Gut gefälscht

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Die schädlichen BBC-News erreichen den Nutzer dabei per E-Mail. Eine mehr oder minder interessante Schlagzeile, in der es um den aktuellen Höchststand des chinesischen Yuan gegenüber dem US-Dollar geht, soll die Nutzer zum Anklicken eines in der Botschaft enthaltenen Links animieren.

Dieser führt allerdings nicht auf die offizielle BBC-Website unter «bbc.co.uk», sondern auf eine täuschend echt aussehende Kopie, womit die Wurm-Autoren die so genannte «Phishing»-Technik verwenden. Auf der gefälschten Seite befindet sich zwar die Original-Nachricht der BBC, aber auch ein Schadprogramm, das die IE-Lücke ausnutzt, ohne das der Benutzer es merkt.

Datenlogger

Laut Websense lädt die Seite dann einen so genannten Keylogger herunter, der alle Dateneingaben des Benutzers speichert und an die Wurm-Autoren schickt. Wozu diese Daten verwendet werden, ist bislang unklar; es ist jedoch davon auszugehen, das es die Angreifer auf Kreditkartennummern und Kontodaten sowie Passwörter abgesehen haben.

Die von dem BBC-Wurm verwendete Lücke wird auch auf zahlreichen anderen Schädlings-Websites ausgenutzt: Laut Websense sind mindestens 200 dieser Angebote entdeckt worden, die verschiedene Schadsoftware installieren. Dabei recht es jeweils, die Seite einfach zu besuchen. Experten empfehlen, einen alternativen Browser wie Firefox einzusetzen, der von dem Problem nicht betroffen ist. Microsoft arbeitet derzeit an einer Lösung für die IE-Lücke.

 
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