netzeitung.deMicrosoft lässt Updates prüfen

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Probleme mit Windows-Updates, so genannten Patches, gab es schon häufig. Microsoft will nun verhindern, dass einige Betriebssysteme anschließend nur noch instabil laufen.

Der Softwarekonzern Microsoft hat ein Testprogramm aufgelegt, um Probleme mit Windows-Sicherheits-Updates, den so genannten Patches, künftig einzuschränken. Das so genannte «Security Update Validation Program» werde anfangs bei ausgewählten Firmen und Beratungsfirmen laufen, hieß es von dem Unternehmen. Die Idee: Die Kunden sollen Sicherheitsupdates noch vor der Allgemeinheit erhalten, um diese auf Fehler zu überprüfen.

Geheimhaltungsstufe
Dabei sollen sich die Firmen verpflichten, Ressourcen und Mitarbeiter für das Programm abzustellen. Die Tester dürfen außerdem nicht verraten, welche Updates sie überprüfen. Hauptvorteil der Teilnahme sei, so Microsoft, dass Unternehmen Patches für Microsoft-Produkte früher erhalten.

Laut Debby Fry Wilson, Leiterin des Microsoft-Sicherheitszentrums, wolle man vorerst sehr kontrolliert mit den Tests umgehen. Man habe erst einige Kunden eingeladen, am «Security Update Validation Program» teilzunehmen, sagte sie gegenüber dem US-IT-Nachrichtendienst «News.com». Einige Kunden hätten sich bereits entschieden, nicht an dem Programm teilzunehmen, weil es aufwendig sei.

Patches am Fließband
Solche Zurückhaltung ist nicht verwunderlich: Monat für Monat bringt Microsoft mehrere Handvoll Sicherheitsupdates heraus, Lücken in Windows und seinen Programmen werden nahezu tagtäglich entdeckt. Je früher man einen entsprechenden Patch aufspielt, um so sicherer ist man - es herrscht ein Katz und Maus-Spiel zwischen Microsoft und den Programmierern von Datenschädlingen.

Microsoft tue gut daran, seine Updates stärker zu überprüfen, so Experten - immer wieder meldeten Benutzer Probleme mit den Patches. So sorgte das große Sicherheitsupdate «Service Pack 2» in einigen Unternehmen für Kompatibilitätsprobleme, was PC-Hersteller IBM damit quittierte, seinen Kunden das Aufspielen vorerst abzuraten. Gefahr droht theoretisch auch durch automatische Updates: Spielt der Rechner ohne Zutun des Benutzers fehlerhafte Patches ein, kann dies im schlimmsten Fall die Nichtbenutzbarkeit des PCs bedeuten. Der Testprozess bei Microsoft ist allerdings kompliziert, weil moderne Rechner in den verschiedensten Soft- und Hardware-Konstellationen arbeiten.


Für das Web ediert von Ben Schwan