netzeitung.deTrojanische Pferde bei Google

 Herausgeber: netzeitung.de

Trojaner-Programmierer nutzen derzeit Google aus, um Programme im Internet zu verbreiten. Sie nutzen das Werbe-Tool der Suchmaschine.

Wer Werbeanzeigen bei Google anklickt, gerät unter Umständen auf eine Internet-Seite, die ein trojanisches Pferd enthält.

Gefälschte Reklame
Der IT-Nachrichtendienst «Heise Online» berichtet, Unbekannte hätten Reklame über Google geschaltet, die unbedarfte Benutzer auf eine Trojaner-verseuchte Seiten lockt. Dort wird dann ein bekanntes Sicherheitsloch im Internet Explorer ausgenutzt.

Entsprechende Anzeigen erscheinen demnach, wenn man populäre Suchbegriffe wie «Preisvergleich» oder «Gebraucht-PC» eingibt. In einem Fall wurden die legitimen Seiten «Computerclassic.de» und «Evita.de» beworben. Wer die Anzeigen anklickte, landete aber dennoch auf den Angaben der Trojaner-Programmierer, nicht bei den beworbenen E-Commerce-Angeboten. Laut «Heise Online» hat weder Google noch der Provider, bei dem die Trojaner-Seiten liegen, bislang reagiert.

Spyware per Google-Spam
Doch gefälschte Werbung ist nicht die einzige Gefahr, die derzeit bei Google droht. Wie «Heise Online» weiter meldete, mehren sich derzeit die Seiten im regulären Suchindex des Anbieters, über die Spyware-Programme unbemerkt auf den Rechner gelangen können. Über 100.000 Seiten seien derzeit über Google zu finden, auf denen solche Spyware verbreitet wird.

Zu nutze gemacht haben sich die Spyware-Anbieter dabei die Methoden des so genannten «Google-Spammings» - dabei wird mit technischen Tricks versucht, bei populären Begriffen möglichst weit oben bei der Suchmaschine zu landen. Spyware-Seiten fanden sich laut «Heise Online» bereits, wenn man «Hypovereinsbank» oder «Autobahn Staumelder» eingab.


Für das Web ediert von Ben Schwan