Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden

Microsoft schließt Lücke im Internet Explorer

02. Dez 2004 10:15
Der Softwarekonzern Microsoft hat ein seit Wochen bekanntes Sicherheitsloch im Browser Internet Explorer behoben. Die Schwachstelle war bereits von Virenautoren genutzt worden.

Normalerweise bringt Microsoft nur einmal im Monat Fehlerverbesserungen heraus - am so genannten «Patchday». Die seit Wochen bekannte «iFrame»-Lücke im populären Browser Internet Explorer (IE) war dem Softwarekonzern dann aber doch zu kritisch, um sie weitere Wochen in dem Programm klaffen zu lassen. Sie wurde nun mit einem Sonder-Update geschlossen.

Kritischer Fehler

Mehr in der Netzeitung:
Die Aktualisierung liegt bereits in deutscher Sprache vor und ist über die Windows-Update-Funktion sowie das Web erhältlich. Microsoft bezeichnet den entdeckten Fehler als «kritisch» - die höchste Gefahrenstufe, die der Softwarekonzern für Schwachstellen in den eigenen Programmen vergibt.

Mit der «iFrame»-Lücke war es für fremde Websites möglich, beliebigen Code auf dem Windows-Rechner eines Benutzers auszuführen - es reichte allein der Besuch einer entsprechend präparierten Seite, um sich zu infizieren. Daneben nutzten bereits mehrere Viren und Würmer das «iFrame»-Loch. Warum Microsoft erst jetzt mit dem Sonder-Update reagierte, ist unklar - der Softwarekonzern war von Sicherheitsexperten wegen der Verzögerung aber scharf kritisiert worden.

Nicht schnell genug

Mehr im Internet:
Das Sicherheitsloch zeigt Beobachtern, wie schnell Autoren schädlicher Programme auf Windows-Lücken reagieren. In der Zeit, in der Microsoft an Fehlerverbesserungen arbeitet, werden die bekannt gewordenen Probleme sofort ausgenutzt - oft schon nach wenigen Tagen.

Microsoft hatte die Sicherheits-Community deshalb gebeten, Lücken nicht schon vor der Veröffentlichung von Updates an die Öffentlichkeit zu geben - was aus Sicht von Beobachtern in den meisten Fällen aber nicht hilfreich ist, weil Ausnutzungen vieler Lücken, die so genannte «Exploits», selbst ohne öffentliche Bekanntgabe in Internet-Untergrundkreisen kursieren. Abhilfe schaffen allein schnelle Updates. Vom «iFrame»-Problem betroffen sind Windows 98, 2000 und XP, bei letzterem allerdings nur Varianten vor dem neuen Update «Service Pack 2».

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Tarifrechner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.