22. Okt 2004 09:05
Microsoft-Chef Ballmer hat eingeräumt, dass trotz aller Anstrengungen, Sicherheitslücken in Windows zu schließen, hundertprozentige Sicherheit nicht möglich ist.
In den vergangenen zwei Jahren erlebte Microsoft die bislang schlimmste Serie von Angriffen auf das Betriebssystem Windows und seine Programme. Monat für Monat tauchten neue Sicherheitslücken, Viren und Würmer auf. Allein im Oktober wurden von Microsoft 21 Windows- und Office-Lücken offiziell bestätigt, die meisten davon wurden als kritisch eingestuft. Rechner, die nicht mit den neuesten Updates versorgt sind, werden innerhalb von 20 Minuten im offenen Internet infiziert, fand eine US-IT-Sicherheitsforschungsgruppe heraus; fast jeder PC-Anwender wurde bereits mit Sicherheitsproblemen, Viren und Würmern konfrontiert und muss sein System per «Windows-Update» und Virenscanner schützen, um nicht zum Opfer zu werden.
Ballmer sagte, es sei wichtig, dass Microsoft künftig weniger Lücken in seinen Programmen zulasse. «Wir haben deshalb unseren Entwicklungsprozess geändert», sagte er. Neue Software-Werkzeuge sollten den Programmierern helfen, Sicherheitslücken schneller zu erkennen. Zudem habe man sein Trainingsprogramm umgestellt, um die Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren. Als Beispiel für diese Veränderung nannte Ballmer das aktuelle Windows XP Service Pack 2 (SP2), das zahlreiche Sicherheitsverbesserungen brachte. Allerdings ist auch dieses laut Fachleuten nicht völlig sicher - erste Lücken sind auch hier aufgetaucht.