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Bill Gates hat Spyware-Probleme

04. Okt 2004 10:05
Bill Gates
Selbst Microsoft-Gründer Bill Gates leidet an der Spyware-Epidemie - auch einige seiner Heimrechner seien betroffen gewesen. Deshalb werde sein Unternehmen nun Anti-Spyware schaffen.

Auch ein Computergenie wie Bill Gates ist vor den immer zahlreicher werdenden Windows-Sicherheitsproblemen nicht gefeit. Wie der Microsoft-Gründer nun laut US-Medienberichten bei einem öffentlichen Auftritt in einem Computermuseum berichtete, habe so genannte «Malware», also unerwünschte Werbeprogramme, auch einige seiner Rechner zuhause befallen. «Ich hatte diesen Müll», so Gates.

Schädliche Programme

Mehr in der Netzeitung:
Aufgrund dieser Erfahrungen arbeite sein Unternehmen nun an Lösungen zur Entdeckung schädlicher Programme. Welcher Art dieses neue Tool sein und was es kosten werde, sagte Gates nicht, betonte aber, dass man sie bei Erscheinen regelmäßig auf dem neuesten Stand halten werde. Microsoft-Sprecher wollten sich zu dem neuen Produkt noch nicht äußern, da sie noch keine Detailkenntnis hatten.

Microsoft hatte zuvor angegeben, dass bereits Anti-Virus-Produkte getestet würden, die demnächst verkauft werden sollten. Der Softwarehersteller hatte im vergangenen Jahr einen osteuropäischen Anti-Virus-Spezialisten gekauft, der sich auch mit Anti-Spyware auskennen soll.

Gates hatte nie Viren

Mehr im Internet:
Im Windows-Markt beherrscht derzeit «AdAware» von Lavasoft die Szene. Das Produkt gilt als bekannteste Lösung, lästige Werbe- und Spionageprogramm vom Rechner zu entfernen, die sich besonders unbedarfte Nutzer leicht aus dem Internet mitinstallieren oder man sich per «falschem Klick» aus dem Web auf den Rechner holt.

Kalifornien hatte kürzlich als erster US-Bundesstaat ein Anti-Spyware-Gesetz erlassen, andere US-Staaten und die Bundesregierung erwägen solche Regelungen noch. Gates gab bei seiner Rede im kalifornischen «Computer History Museum» an, er habe sich selbst bislang nie persönlich eine PC-Viren-Infektion eingefangen. «Malware» habe seine Rechner aber schon befallen.

 
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