19. Aug 2004 08:55
Wer mit Windows-PCs online geht, denen die letzten Sicherheitsaktualisierungen fehlen, fängt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Datenschädlinge ein. Davor warnten nun Experten.
Wer einen neuen PC kauft und mit diesem online geht, ohne zuvor alle aktuellen Sicherheitsaktualisierungen aufzuspielen sowie eine Firewall und einen aktuellen Virenscanner zu installieren, riskiert mit hoher Wahrscheinlichkeit die Infektion durch Viren. Davor hat nun das Internet Storm Center (ISC), ein renommiertes US-Online-Sicherheitsinstitut, gewarnt. Einer aktuellen ISC-Statistik zufolge sind ungeschützte Windows-Rechner durchschnittlich innerhalb von 20 Minuten infiziert, sobald sie an das Internet angeschlossen werden.
Die so genannte «Überlebenszeit» eines Rechners - wie Experten die Fähigkeit nennen, ungeschützt und ohne Infektion im Internet zu surfen - ist stark zurückgegangen, weil sich die Anzahl der Viren und Würmer erhöht hat. 20 Minuten reichen kaum aus, die wichtigsten Windows-Updates herunterzuladen. So benötigt etwas das «Service Pack 2», das Microsoft für Windows XP als bislang wichtigste Sicherheitsaktualisierung bezeichnet, selbst über eine schnelle DSL-Leitung bis zu einer halben Stunde.Einzige Möglichkeit, dies zu umgehen, ist, die wichtigsten Anti-Viren-Updates von einem geschützten Rechner herunterzuladen, sie auf CD zu brennen und anschließend zu installieren. Hilfreich ist auch der Einsatz eines Routers mit eingebauter Firewall, der viele Gefahren bereits vor Eintreffen am PC abwehren kann - über das so genannte «Network Address Translation»-Verfahren ist der Rechner nicht direkt im Internet sichtbar und kann daher nicht sofort erreicht werden. Vor Gefahren auf Websites oder E-Mail-Viren schützt ein solcher Router aber nicht.