Internet Explorer-Gefahr besteht weiter
28.06.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Zwar schalteten Experten inzwischen eine russische Website ab, die offenbar von der Mafia betrieben wurde und zur eigentlichen Verbreitung des Trojaners diente. Doch die Sicherheitslücke in Microsofts Browser Internet Explorer, die das Schädlingsprogramm erst möglich macht, ist nicht geschlossen.
Microsofts bislang einzige Reaktion war ein Sicherheitshinweis: Die «Download.ject»-Lücke sei dann kein Problem, wenn man seinen Internet Explorer auf die Stufe «höchste Sicherheit» stellt. Allerdings funktionieren dann viele Websites nicht mehr richtig.
Ein Programm zum Schutz vor der «Download.ject»-Lücke, einen so genannten Patch, stellte der Softwarekonzern bislang nicht zur Verfügung.
Sicherheitsexperten betonten, dass «Download.ject» jederzeit von anderen kriminellen Gruppen ausgenutzt werden könnte. Verteilt wurde das trojanische Pferd ausschließlich von Webservern, die mit Microsofts Internet Information Server sowie Windows 2000 liefen - hier nutzten Hacker eine inzwischen geschlossene Lücke, um einzudringen.
Von «Download.ject» betroffen sind alle aktuellen Windows-Versionen. Einzig Windows XP Service Pack 2, das allerdings offiziell von Microsoft noch gar nicht herausgebracht wurde und nur als Vorabvariante vorliegt, gilt als sicher. Das «abgedichtete» Windows XP sollte eigentlich im Frühsommer erscheinen, wurde dann aber einige Monate verschoben.
Für das Web ediert von Ben Schwan

