Weitere Details des Handy-Wurms entdeckt
17.06.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Nokia 3650
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der in dieser Woche aufgetauchte erste Mobilfunk-Wurm versucht Handys per Bluetooth zu infizieren. Jetzt liegt eine erste Gefahreneinschätzung vor.
Am Montag entdeckte das Anti-Viren-Unternehmen Kaspersky Labs den ersten Wurm, der Handys befallen kann. Jetzt hat die Sicherheitsfirma McAfee weitere Details von «Cabir» veröffentlicht. Der Wurm verbreitet sich über die drahtlose Verbindungstechnologie Bluetooth und kann Handys, die unter dem Betriebssystem Symbian Version 6.1 und höher laufen, befallen. Betroffen sind sind zum Beispiel alle Serie-60-Mobiltelefone von Siemens, Nokia und anderen Herstellern.
Bedrohte BatterienMcAfee bestätigte laut dem Newsdienst «Network World Fusion» explizit die Anfälligkeit der Modelle 6600 und 3650 von Nokia. Die größte Bedrohung von «Caribe» geht laut McAfee von seinen permanenten Weiterverbreitungsversuchen an andere Bluetooth-Geräte in der näherer Umgebung aus, die die Batterien, der befallenen Geräts schnell entleeren könnten. Ansonsten sei das Sicherheitsrisiko, das von dem Wurm ausgeht, sowohl im Privat- als auch im Businessbereich gering.
Geringes RisikoDer Wurm führt keinen für das Gerät schädlichen Code mit sich. Er kopiert allerdings drei Dateien in ein verstecktes Verzeichnis und blendet die Worte «Caribe» oder «Caribe-VZ-29A» auf dem Display des Handy ein. Dies verweist auf ein Mitglied einer Gruppe von russischen Virenautoren, die namens «29a», die bereits den ersten Virus für Microsofts .NET-System und den ersten Win64-Virus geschrieben hat. Außerdem verringere die Tatsache, dass ein Telefonbenutzer die Übertragung des Wurms erst mit einem Tastendruck bestätigen müsse, seine Gefahr. (nz)