26.02.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Leibovitz bei der Vorstellung ihrer Werkschau in Berlin
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Demi Moore & Co: Einige der berühmtesten Fotos der Welt sind nun beim Pfandleiher. Starfotografin Annie Leibovitz ist laut einer Zeitung in finanziellen Schwierigkeiten.
Ihre Ausstellung in der Berliner Galerie C/o bricht alle Rekorde, ihre Auftragsbücher sind prall gefüllt und ihre Honorare stupend. Dennoch, so schreibt es jedenfalls die renommierte «New York Times», hat Starfotografin Annie Leibovith offenbar finanzielle Probleme. Bereits im vergangenen Frühjahr spekulierten US-Medien darüber, ob die Künstlerin Immobilien in Greenwich Village verlieren würde, weil sie mit der Schuldentilgung nicht mehr nachkomme. Damals lieh sich Leibovitz von einer Firma Geld, die sich auf die Pfändung von Kunstgegenständen spezialisiert habe.
Wie nun ebenfalls bekannt wurde, lieh sich die 59-Jährige dann im vergangenen Dezember zum zweiten Mal Millionen von der Art Capital Group. Als Sicherheit für die zehn Millionen Dollar, die sie erhalte habe, trat Leibovitz die Rechte an einigen ihrer berühmtesten Bilder ab, so etwa das der schwangeren, nackten Demi Moore. Andere Sicherheiten für die hohe Summe seien eben jene Immobilien gewesen.
Das Blatt beruft sich in seiner Recherchere auf offiziell zugängliche Dokumente über das Leihgeschäft der Firma. Leibovitz sei nicht die einzige Prominente, die derzeit mit Hypothekenzinsen und «anderen finanziellen Schwierigkeiten» zu kämpfen habe, so die «New York Times». Die Geschäfte der Firma würden derzeit ausgezeichnet laufen, da viele wohlhabende New Yorker derzeit ihre Kunstgegenstände verpfänden würden, um in Zeiten der Finanzkrise flüssig zu bleiben. (nz)