Universität in Tokio setzt auf GPS: 

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Universität in Tokio setzt auf GPS 

Lupe Anwesenheitskontrolle mit dem iPhone

Eine japanische Universität stattet all ihre Studenten mit iPhones aus. Was zuerst einmal nach der Förderung der digitalen Fähigkeiten klingt, hat einen durchaus gewollten Nebeneffekt.

Eine Hochschule in Japan spendiert all ihren Studenten ein iPhone - und verfolgt dabei neben der Förderung digitaler Fähigkeiten auch eine Nebenabsicht. So soll mit Hilfe der integrierten GPS-Technik kontrolliert werden, ob die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen eingehalten wird.

Alle 550 Studenten der Hochschule für Sozialinformatik an der Aoyama-Gakuin-Universität in Tokio sollen mit dem Smartphone von Apple ausgestattet werden. Dazu schloss die Universität ein Abkommen mit Softbank, dem exklusiven Vertriebspartner für das iPhone in Japan.

Die Hochschule will über das iPhone Lehrmaterialien, Videos und Übungen verschicken und die Studenten dazu ermuntern, eigene Anwendungen für das Gerät zu entwickeln. Mit Hilfe der GPS-Technik soll aber auch über Mobilfunk kontrolliert werden, ob sich die Studenten zur vorgesehenen Zeit wirklich im Hörsaal oder Seminarraum befinden.

Viele Studenten schwänzen den Unterricht und beauftragen Freunde, ihren Namen in die Anwesenheitsliste einzutragen. Zwar könnte man auch sein iPhone einem Freund mitgeben. Die Uni rechnet aber nach eigenen Angaben nicht damit, dass dies jemand tun wird, weil das iPhone zu viele persönlichen Informationen enthält. (AP)