23. Sep 2008 18:56
Mit Spannung wurde das neue Gerät erwartet, denn es besitzt ein nagelneues Betriebssystem und soll zugleich ähnlich smart sein, wie das iPhone. Doch einige Nutzer haben auch Angst vor der «Datenkrake» Google.
Android ist ein offenes System - es kann von einer weltweiten Entwicklergemeinde verändert werden. Hinter der Entwicklung von Android steht ein Unternehmenskonsortium namens Open Handset Alliance (OHA). Diesem gehören neben T-Mobile und Google rund 30 weitere Unternehmen an. Bisher herrschen in der Handy-Welt seit langer Zeit ähnliche Verhältnisse wie auf dem PC: Die Software wird dominiert von Windows Mobile und Symbian. Anwender sollen laut der OHA von Android dadurch profitieren, dass ihnen mehr Anwendungen zur Verfügung stehen, weil im Prinzip jeder Software für Android schreiben und anbieten kann. Bezogen werden können diese Programme dann über den sogenannten Android Market, einer ebenfalls ins Handy integrierten Anwendung.
Wie groß der Nutzen von Android gegenüber anderen Handy-Systemen ist, muss sich erst noch zeigen: Bisher sei nicht bekannt, welche Anwendungen und wie viele es gibt, sagte Marie-Anne Winter vom Telekommunikationsportal Teltarif.de in Berlin. Und dass Google an Android beteiligt ist, stimmt die Expertin skeptisch, weil das Unternehmen einen zweifelhaften Ruf als «Datenkrake» besitzt: «Was passiert mit den Daten, die über das Handy laufen?»