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Markt für mobiles Internet: 

Nokia hat Angst vor unbekanntem Android

25. Jun 2008 14:37
Der Markt für mobiles Internet ist umkämpft
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Es ist bisher noch gar nicht abzusehen, ob Googles Betriebssystem für Smartphones überhaupt ein Erfolg wird. Aber vorsichtshalber reagiert Nokia schon einmal darauf. Und setzt einen eigenen «Meilenstein».

Analysten sprechen von einem strategischen Schachzug. Und manche nennen es eine mutige Entscheidung. Das finnische Handy-Unternehmen Nokia will seine Stellung auf dem Markt für mobiles Internet mit einem entschlossenen Schritt verteidigen: Das Betriebssystem der Firma Symbian, das bisher auf etwa 70 Prozent aller Telefoncomputer, den Smartphones, installiert ist, soll künftig lizenzfrei zu haben sein.

Dafür hat Nokia zunächst einmal für 264 Millionen Euro die kompletten Anteile an der Entwicklerfirma gekauft. Gemeinsam mit den Handyherstellern Sony-Ericsson, Motorola und den Telekom-Konzernen Vodafone, AT&T aus den USA und NTT Docomo aus Japan soll nun eine Stiftung gegründet werden, die die Software-Entwicklung koordinieren wird. Der Quellcode der neuen Software soll dann für jedermann zugänglich sein. «Dies wir die attraktivste Plattform für mobile Innovation», verkündete Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo. «Das ist ein Meilenstein für Nokia.»

Die einheitliche Plattform, heißt es beim Handy-Konzern, mache die Arbeit für Entwickler deutlich einfacher. Bisher gab es einen Wust von Symbian-Versionen, an denen jeweils einzeln herumprogrammiert werden musste.

Kostenpflichtige Konkurrenz

Der Symbian-Schachzug dient Nokia vor allem dazu, den Konkurrenten Google auf Abstand zu halten. Marktforscher rechnen für dessen angekündigte Plattform Android im Jahr 2009 zwar zunächst einmal mit einem Marktanteil von überschaubaren zwei Prozent. Die freien Entwickler basteln aber mit Freude an dem System und dürften so für weitere Zuwächse sorgen. Also wappnet sich Nokia vorsichtshalber, bevor überhaupt abzusehen ist, wie erfolgreich Android tatsächlich wird.

Die anderen Anbieter für Betriebssysteme, also Apple, Microsoft und Research in Motion (für Blackberry) haben bisher noch nicht auf den Schritt reagiert. Gerade bei Microsoft wird man von den Symbian-Plänen kaum begeistert sein. Dort versucht man seit geraumer Zeit, den Marktanteil bei den Smartphones von derzeit acht Prozent weiter zu steigern. Windows Mobile ist bisher noch kostenpflichtig. (nz)


 
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