US-Vorwahlen: Obama-Website wirbt für Clinton29. Apr 2008 12:13  |  So sieht es auf Obamas Seite aus, wenn alles richtig läuft. | Foto: Screenshot nz |
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Es ist fast ein Wunder, dass es jetzt zum ersten Mal passiert: Kurzzeitig wurde auch der Online-Wahlkampf ein wenig schmutziger. Eine Sicherheitslücke nämlich hat ein Hacker für eine interessante Umleitung genutzt.
Ein kleiner Fehler in der Programmierung der Website von Barack Obama hat zu einiger Verunsicherung geführt: Einige Anhänger des demokratischen Präsidentschaftskandidaten, die dessen Community-Blog aufsuchen wollten, landeten auf der offiziellen Website seiner Rivalin Hillary Clinton.
Sicherheitsexperten erläuterten, ein Hacker habe eine sogenannte «Cross-site scripting»-Lücke ausgenutzt. Der Angriff sei wohl nur ein Streich gewesen, erklärten Experten der Firma Netcraft. Es sei zu erwarten, dass es im Laufe des Wahlkampfs noch weitere derartige Attacken geben werde. Im zurückliegenden Rennen zwischen Bush und Kerry hatten Betrüger im Internet etwa Spenden für den demokratischen Kandidaten gesammelt. Das Netz ist ein extrem wichtiger Kanal für das Sammeln von finanziellen Wahlkampfmitteln. Zu dem aktuellen «Hack» äußerten sich die Teams von Clinton und Obama nicht.
Während es sich in diesem Fall offenbar nur um einen Scherz handelte, mahnen Experten die Kandidaten, bei ihren Internetauftritten mehr Sorgfalt walten zu lassen. Theoretisch schließlich hätten Obamas Anhänger auch an dubiose Seiten weitergeleitet werden können, auf denen Viren kursieren. Mit einem ähnlichen Mechanismus etwa wäre es möglich, die Netznutzer zu Homepages zu führen, auf denen persönliche Informationen geklaut werden. (AP/nz)
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