Netzeitung Logo
 
Aktuelles   »  Internet  »   Internet
DruckenVersenden
 

Virtueller Pranger: 

Ungeliebte Nachbarn online denunziert

22. Apr 2008 13:14
Stört Sie die Satelitenschüssel beim Nachbarn?
Bild vergrößern
Lauter Sex, nackte Hintern und Leute, die Tiere quälen: Empörte US-Bürger beschweren sich auf einer Webseite über das Treiben ihrer Nachbarn. Die Betroffenen wissen davon meist nichts. Mit Video.

«Vater und Sohn leben nebeneinander. Sie fangen Katzen und töten sie.» «Sie haben meine Hunde in den Pool geworfen, um sie ertrinken zu lassen.» «In meinem Haus gibt es eine Frau, die jeden Nachmittag lauten Sex hat.» Solche Details über ihre Nachbarn veröffentlichen Amerikaner auf der Webseite rottenneighbor.com. Die Leser erfahren nicht nur, was die Nachbarn so treiben, sondern auch deren Straße und Postleitzahl.

Zusätzlich kann man sich das Haus mithilfe von Google Maps anschauen. Ein roter Punkt markiert die Wohnstätte der angeblichen Störenfriede, oft wird sogar deren Name genannt. Besonders tolle Nachbarn werden dagegen mit einem grünen Punkt markiert. In Deutschland ist eine derartige Verletzung des Persönlichkeitsrechts strafbar.

Doch mit Nennung der Adresse ist es nicht genug. Neben einem Bild des Hauses können die Nutzer auch Videos über ihre Nachbarn auf der Webseite einbetten. Die bellenden Hunde sind dann ebenso zu sehen, wie der Autoauspuff, an dem der Nachbar angeblich ständig herumbastelt.

Online am Pranger

Die an den Pranger gestellten wissen in der Regel nichts von ihrer prominenten Rolle im Netz. Trotzdem gibt es eine eingeschränkte Selbstkontrolle. Wenn andere Nutzer einen Beitrag für überzogen oder falsch halten, können sie eine rote Flagge hissen. Ab einer bestimmten Anzahl von Flaggen wird der Beitrag gelöscht. Mittels einer Kommentarfunktion können Leser zudem ihre Meinung kundtun.

Ein besonders prominenter Fall der Bloßstellung: Als eine 13-Jährige sich vergangenes Jahr nach einem missglückten Myspace-Flirt das Leben nahm, stand schnell die Nachbarsfamilie im Fokus der empörten Öffentlichkeit. Die Familie hatte ein fiktives Myspace-Profil eines Jungen erstellt und darüber mit der Nachbarstochter angebandelt, den Kontakt aber schließlich abgebrochen. Das Haus der Familie ist bei Rottenneighbor ebenfalls zu sehen.

Störendes Motorgeräusch bei Youtube


 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Tarifrechner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.