04.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Im Fokus der Öffentlichkeit: Fia-Chef Max Mosley
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nachdem der durch ein Video belastete Brite den Verband eingeschaltet hat, lässt sich die Fia nun Zeit. Die geplante außerordentliche Generalversammlung kann frühestens in sechs Wochen stattfinden.
Die zur Klärung der Sex-Affäre um Fia-Chef Max Mosley geplante außerordentliche Generalversammlung des Internationalen Automobilverbands wird frühestens in sechs Wochen stattfinden. Diese Frist ergebe sich aus den Fia-Statuten, sagte ein Sprecher des Weltverbands am Freitag am Rande des dritten Formel-1-Saisonrennens in Bahrain. In den kommenden Tagen werde der Fia-Senat über die von Mosley gewünschte Einberufung der Versammlung entscheiden. Danach sei eine Ladungsfrist einzuhalten. Mosley soll in einem von einer britischen Zeitung veröffentlichten Video angeblich bei Rollenspielen mit fünf Prostituierten zu sehen sein.
Die Mehrzahl der Formel-1-Hersteller hatte am Donnerstag rasche Konsequenzen aus dem Skandal gefordert. Vor allem die deutschen Autobauer Mercedes und BMW verurteilten die Inhalte des Videos scharf.
Eine vorzeitige Abberufung Mosleys aus seinem Amt ist laut Fia-Regularien nicht möglich. Die Amtszeit des 67-Jährigen endet im Herbst 2009. Einen Rücktritt hat der Brite ausgeschlossen. Nach Ansicht mehrerer ehemaliger Formel-1-Fahrer ist Mosley jedoch nicht mehr im Amt zu halten. «Für den Kopf einer weltweiten Föderation ist es einfach nicht mehr möglich», sagte der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart dem Pay-TV-Sender Premiere. (dpa)