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Anzeigen im Internet: 

Klickfaule User lassen Google-Aktien fallen

28. Mrz 2008 19:18
Sorgen um Wachstumstempo von Google
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Jeder Klick bringt Geld - wenn sich Internet-Nutzer Anzeigen bei Google anschauen. Doch wenden sich die User derzeit lieber gleich den Suchergebnissen zu und lassen die Anzeigen links liegen. Ein Problem für den Konzern.

Amerikanische Google-Nutzer haben im Februar erneut seltener auf Anzeigen neben den Suchergebnissen geklickt und damit neue Sorgen um das Wachstumstempo des führenden Internet-Konzerns ausgelöst. Die Aktie sackte am Donnerstag um 3,1 Prozent auf gut 444 Dollar ab und startete auch am Freitag leichter in den Handel.

Es ist bereits der zweite monatliche Rückgang der Anzeigen-Klicks, die den Großteil der Google-Erlöse ausmachen. Einige Experten interpretieren dies als Bremsspuren der schwachen US-Konjunktur. Diese Einschätzung ist jedoch umstritten: Google selbst führte den Rückgang unter anderem auf Maßnahmen gegen ungewollte Zufallsklicks zurück.

Laut Erhebungen des Marktforschungsunternehmens Comscore sank die Zahl der Klicks auf Anzeigen neben Google-Sucherergebnissen von Januar auf Februar um drei Prozent. Im Vergleich zum Februar 2007 habe es ein dünnes Plus von drei Prozent gegeben, während in der Vergangenheit Wachstumsraten von 30-40 Prozent die Regel waren. Schon im Januar hatten Berichte über den Rückgang der Klickrate um sieben Prozent im Monatsvergleich für starke Kursverluste der Google-Aktie gesorgt. Comscore gibt die Zahlen zu den Anzeigen-Klicks nur seinen Kunden. Sie gelangen dann an die Öffentlichkeit zum Beispiel über Analysten-Berichte.

Beschränkung von Zufallklicks

Schon nach der Aufregung um die Januar-Zahlen hatte Comscore betont, die Klickrate allein erlaube keinen Rückschluss auf den Geschäftsverlauf, weil bei der Analyse die Google-Anzeigenpreise nicht berücksichtigt würden. Ähnlich hatten auch Google-Manager argumentiert: Die Beschränkung der Zufallsklicks solle es erlauben, die Preise zu erhöhen. Google bekommt Geld von den Werbetreibenden, wenn Internet-Nutzer auf deren Anzeigen klicken. Mit diesem Modell ist der Konzern zu dominierenden Kraft in der Internet-Werbung aufgestiegen, versucht aber massiv, auch das Geschäft mit anderen Arten von Werbeeinnahmen auszubauen.

Diese Unwägbarkeiten tragen dazu bei, dass Wall-Street-Analysten unsicher sind, wie sie die aktuellen Daten interpretieren sollen. Google-Chef Eric Schmidt hatte zuletzt Ende Januar gesagt, das Unternehmen spüre noch keine Belastungen durch die amerikanische Konjunkturschwäche. Die Anleger sind aber skeptisch: Die Google-Aktie ist derzeit weit von ihrem Höchststand von 747,24 Dollar von November entfernt. (dpa)

 
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