Kooperation der Suchmaschinen: 

netzeitung.deBing integriert «Wissen» von Wolfram Alpha

 Herausgeber: netzeitung.de

Startseite von Bing Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Microsofts Angriff auf den Marktführer im Bereich der Suchmaschinen geht weiter. Nun kooperiert die neue Suchmaschine Bing mit dem Konkurrenten Wolfram Alpha. Google hat schon darauf reagiert.

Wie viele Kalorien hat ein Hamburger? Oder wie weit liegen zwei Städte auseinander? Fragen wie diese soll Microsofts Suchmaschine Bing künftig dank einer Partnerschaft mit der «Antwortmaschine» Wolfram Alpha direkt beantworten können.

Der US-Konzern kündigte am Mittwoch an, Ergebnisse des britischen Kooperationspartners in den Themenbereichen Ernährung, Gesundheit und Mathematik zu übernehmen. Die Ergebnisse erscheinen zunächst nur in der US-Version, ein Termin für die weltweite Einführung nannten die Unternehmen nicht. Unterdessen rüstete auch Google seine Suchmaschine auf.

In einem Blogeintrag erklärte Microsoft, dass Bing künftig etwa den Nährwert von Lebensmitteln direkt anzeige und den Body Mass Index (BMI) berechne - eine Maßzahl für die Bewertung des Gewichts. Zudem nutzt der US-Konzern künftig Wolfram Alphas mathematische Fähigkeiten, um Formeln berechnen zu lassen.

Auch Google bessert nach
Wolfram Alpha ist keine klassische Suchmaschine, die Webseiten mit den passenden Suchergebnissen auflistet, sondern verarbeitet vor allem zahlenbezogene Informationen. Der Dienst versucht, Nutzeranfragen zu interpretieren und mit der passenden Formel die Antwort zu berechnen - die Betreiber sprechen daher von einer «Antwortmaschine». Grundlage ist die Software Mathematica, die der renommierte Wissenschaftler Stephen Wolfram entwickelt hat.

Die Suchmaschine war im Mai an den Start gegangen. Der Betreiber Wolfram Research hatte damals Partnerschaften mit Suchmaschinen als eine Möglichkeit bezeichnet, Geld zu verdienen. Finanzielle Details über die Kooperation mit Microsoft nannten die beiden Unternehmen allerdings nicht.

Google kündigte fast zeitgleich an, bei bestimmten Suchanfragen auf Statistiken der Weltbank zurückzugreifen. Wer etwa nach der durchschnittlichen Kinderzahl von Frauen in Brasilien sucht, erhält neben den üblichen Suchergebnissen die Zahl und eine Kurvengrafik mit der Entwicklung der vergangenen Jahre. (dpa/nz)