29.10.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Die Besucher hinterlassen kritische und nachdenkliche Kommentare
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Welche Mauern sollen noch fallen», fragen die Betreiber einer Website. Die Antworten scheinen der Regierung in China gar nicht gefallen zu haben. Auch das wird von den Nutzern kommentiert.
Eine vom Land Berlin geschaltete Internet-Seite zum 20. Jahrestag des Mauerfalls ist nach deutschen Angaben von den chinesischen Behörden gesperrt worden. Unter der Adresse Berlintwitterwall.com können Nutzer des Microblogging-Dienstes Twitter weltweit ihre Gedanken verewigen - allerdings nicht mehr in China, wie die Kulturprojekte Berlin GmbH am Donnerstag mitteilte.
Der Zugang sei schon seit Montag von China aus nicht mehr frei erreichbar. Chinesische Twitterer hatten die Plattform den Angaben zufolge für Proteste gegen die Web-Zensur im eigenen Land genutzt. Die Sperrung sei von verschiedenen Quellen bestätigt worden.
Das Besondere an der Website: eine stilisierte Berliner Mauer läuft vorbei, darauf kann man per Twitter seine Nachricht zum Thema Mauerfall hinterlassen. Die meisten Besucher wünschen sich eine Welt in Frieden und ohne Mauern. Ein Blogger-Kommentar zu China: «long live the great wall, death to the electronic one.» (dpa/nz)