Vietnamesin hört unter Druck auf zu Bloggen: 

netzeitung.deWeblog zu, Gefängnistore auf

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Nicht mehr lange online: Startseite des 'Me Nam Blogs' Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht mehr lange online: Startseite des 'Me Nam Blogs' Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Vor die erzwungene Wahl gestellt, im Gefängnis bleiben zu müssen oder mit dem Bloggen aufzuhören, entschied sich die vietnamesische Bloggerin «Me Nam» für die Freiheit und gegen das Online-Schreiben.

Nach zehn Tagen Haft hat sich eine Vietnamesin zur Einstellung ihres Weblogs bereiterklärt, um wieder freizukommen. «Es ist für mich Zeit, dieses Blog zu beenden», erklärte Nguyen Ngoc Nhu Quynh am Montag in einer handschriftlichen Notiz auf ihrer Webseite.

Quynh war eine von drei Personen, die seit Ende August wegen Veröffentlichungen im Web verhaftet worden waren. Alle drei hatten sich kritisch über die China-Politik der Regierung in Hanoi geäußert. Dabei ging es um einen Territorialstreit im Südchinesischen Meer.

Quynh schrieb, sie wisse, dass sie mit ihrer Entscheidung wohl viele Freunde enttäuscht habe. Sie habe aber versprochen, nicht mehr zu bloggen, um so ihre Entlassung aus dem Gefängnis zu erreichen. «Im Grunde meines Herzens glaube ich, dass wir uns irgendwo auf diesem riesigen Information Highway wiedersehen werden», erklärte die 30-Jährige, die unter dem Namen «Me Nam» gebloggt hatte.

Sie wurde am Sonntag freigelassen, eine Woche nach dem Blogger Bui Thanh Hieu und dem Online-Journalisten Pham Doan Trang. Alle drei seien wegen Verstößen gegen die nationale Sicherheit inhaftiert worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Ob sie nur ihr Blog oder auch andere Webseiten wie ihre Accounts in Online-Netzwerken schließen muss, blieb zunächst unklar. (AP)