Google gegen Microsoft: 

netzeitung.deBing holt auf und durchsucht ein Eckchen Twitter

 Herausgeber: netzeitung.de

Mit täglich wechslnden Bildern: Bing Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mit täglich wechslnden Bildern: Bing Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Es scheint was zu werden mit Microsofts neuer Suchmaschine. Eine neue US-Statistik weist Nutzerzuwachs auf. Da Bing nun auch einige Twitter-Accounts durchsucht, könnte der Abstand zu Google weiter verringert werden.

Mit Statcounter hat nun der zweite Netzanalyse-Anbieter nach Net Application Microsofts neuer Suchmaschine Bing vier Wochen nach dem Start Erfolg bescheinigt. Demnach konnte Microsoft mit seinen Suchmaschinen Bing, MSN Search und Live Search im ersten Monat in den USA einen Marktanteil von 8,23 Prozent erreichen.

Damit hat sich das Unternehmen um knappe 0,5 Prozentpunkte verbessert, im Mai kamen alle Microsoft-Suchmaschinen zusammen auf einen Marktanteil von 7,81 Prozent. Mit dem neuen Wert liegt Microsoft auf Rang drei, hinter Google mit 78,48 und Yahoo mit 11,04 Prozent.

Eine exakte Aufschlüsselung unter den drei Suchmaschinen von Microsoft liefert Statcounter nicht. Dennoch dürfte vor allem Bing für den Zuwachs verantwortlich sein, die begleitende und 100 Millionen Dollar umfassende Werbekampagne für die Suchmaschine zeigt offensichtlich erste Wirkungen.

Einige Tausend Twitterer
Neu an Bing ist, dass die Suchmaschine nun auch Teile des Online-Netzwerks Twitter durchsucht. Im Bing-Blog hieß es dazu, man mache die Beiträge «einiger tausend» Twitterer zugänglich, die aus dem englischen Sprachraum kämen und politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Bedeutung hätten. Ausschlaggebend für die Auswahl seien auch die Anzahl der Follower und die Häufigkeit der Twitter-Beiträge (Tweets).

Wer Bing nutzt, kann dort sowohl nach dem Nutzernamen des Twitterers als auch nach der Verbindung des Namens und dem Begriff Twitter oder Tweet suchen und fündig werden. So lassen sich beispielsweise die Beiträge des vieltwitternden Radrennprofis Lance Armstrong problemlos mit Bing auffinden. Google findet dagegen solche Tweets nicht. (nz)