02.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Die Twitter-Gründer Biz Stone und Evan Williams
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Entsprechende Gerüchte halten sich schon länger hartnäckig. Nun hat auch ein Twitter-Gründer bestätigt, dass es zur Einführung von Nutzungsgebühren für bestimmte Dienste des Online-Netzwerks kommen könnte.
Auf der Suche nach einem tragfähigen Einkommensmodell plant das Online-Netzwerk Twitter die Einführung von Nutzungsgebühren. Gründer und Vorstandschef Evan Williams teilte dies auf einer Konferenz in Kalifornien mit, nannte aber keine Details, welche Art der Nutzung kostenpflichtig gemacht werden soll.
«Es wird dazu kommen, dass Sie ein Formular ausfüllen und uns Geld geben», sagte Williams auf der Konferenz «D: All Things Digital» der Zeitung «Wall Street Journal» in der kalifornischen Ortschaft Carlsbad. «Wir arbeiten da gerade dran», fügte der Mitbegründer des Internet-Unternehmens hinzu.
Geplant ist möglicherweise die Einführung von Gebühren für besondere Dienste wie die Authentifizierung. Damit könnte sichergestellt werden, dass eine über Twitter verbreitete Information auch wirklich von dem angegebenen Absender stammt. Auch ein kostenpflichtiger Account für Unternehmen oder zumindest von Teilen des Accounts ist IT-Experten zufolge schon länger bei Twitter im Gespräch.
Twitter soll unabhängig bleibenZur Möglichkeit einer Finanzierung von Twitter durch Bannerwerbung sagte Williams, er lehne dies nicht grundsätzlich ab, sei davon aber wenig begeistert: «Das ist wahrscheinlich die am wenigsten interessante Sache, die wir tun können.»
Twitter will nach Angaben des Vorstandschefs in der nächsten Zeit noch mehr Mitarbeiter einstellen, um das weitere Wachstum des Dienstes zu unterstützen. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco hat zurzeit 43 Beschäftigte und damit doppelt so viel wie noch im Januar. Das Unternehmen ist immer wieder Gegenstand von Spekulationen einer möglichen Übernahme. Williams sagte jedoch, er glaube, dass Twitter unabhängig bleiben werde. (AP/nz)