18.02.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Und nun? Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das ging aber schnell: Mark Zuckerberg, Gründer des Online-Netzwerks Facebook, macht die jüngst vollzogenen Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen nach Massenprotesten wieder rückgängig - vorerst zumindest.
Nach Protesten von mehreren zehntausend Mitgliedern hat das Internet-Portal Facebook umstrittene Änderungen seiner Geschäftsbedingungen zurückgenommen. Nach den besorgten Reaktionen zahlreicher Nutzer sowie Warnungen von Datenschützern habe sich das Unternehmen entschlossen, zu den alten Regeln zurückzukehren, erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einem Blogeintrag.
Die umstrittenen Nutzungsbestimmungen hätten dem Unternehmen einen weitreichenden Zugriff auf Texte, Fotos und Videos der Facebook-Mitglieder ermöglicht. Nun werde an einer neuen Version gearbeitet, «die in einer Sprache verfasst wird, die jeder verstehen soll» und die die «Werte und Prinzipien der mehr als 175 Millionen Facebook-Nutzer» widerspiegeln solle, erklärte Zuckerberg.
Die Wortwahl der Anfang Februar eingestellten Geschäftsbedingungen sei zu förmlich gewesen. Zuckerberg kündigte die Gründung eines Forums an, in dem Nutzer künftig Fragen und Anregungen zum Neuentwurf der Geschäftsbedingungen eintragen könnten. Die Nutzungsbestimmungen wurden bereits am 4. Februar geändert.
Massenproteste auf Facebook Erst als das Verbraucherschutz-Blog
Consumerist.com am Sonntag darauf aufmerksam machte, erhob sich der Proteststurm.Tausende Nutzer hatten sich in internen Gruppen organisiert und zum kollektiven Löschen der Profile aufgerufen. Allein in der Facebook-Gruppe «People Against the new Terms of Service» waren zuletzt fast 24.000 Mitglieder zu finden.
Auch Warnungen von Datenschützern blieben nicht aus. «Ich halte diesen Dienst so für nicht weiter nutzbar, weil nicht überschaubar ist, wie Daten weiterverwendet werden», warnte etwa Maren Raguse vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Kiel. Zuckerberg versuchte die Wogen Anfang der Woche zu glätten und erklärte, dass die Besitzrechte für die Inhalte weiter bei den Mitgliedern liegen sollten.
Überlassung der Rechte an Facebook wird weiter diskutiertDie Überlassung der Rechte an Facebook sei aber erforderlich, um die Inhalte an die Kontakte der Nutzer weitergeben zu können. Selbst wenn ein Mitglied den Account abstelle, behielten dessen Freunde eine Kopie der versandten Status-Meldungen und anderen Inhalte, erklärte Zuckerberg. Daher benötige Facebook weiter eine Lizenz dafür.
Facebook hat weltweit 175 Millionen Mitglieder, in Deutschland wurde jüngst die Marke von zwei Millionen Accounts geknackt. In dem Online-Netzwerk präsentieren sich Menschen mit einer eigenen Profilseite und tauschen sich mit anderen Mitgliedern aus, die sie als «Freund» oder «Freundin» registriert haben. (AP/dpa/nz)