Nach Bedenken von Wettbewerbshütern:
Google will doch nicht mit Yahoo kooperieren
05.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Yahoo hatte den Deal im Sommer als Teil des Abwehrkampfs gegen eine Übernahme durch Microsoft eingefädelt. Yahoo zeigte sich enttäuscht, dass Google eine Klärung vor Gericht scheue.
Google und Yahoo zusammen haben bei der Internet-Suche einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Der höchst profitable Google-Konzern benötigte die Zusatzeinnahmen einer Partnerschaft weit weniger als Yahoo.
Microsoft wollte mit einem Kauf von Yahoo die Vormachtstellung von Google bei der Internet-Suche und damit verbundenen Werbeeinnahmen brechen. Der Softwareriese blitzte aber in einem monatelangen Tauziehen bei Yahoo-Chef Jerry Yang mehrfach ab.
Großaktionäre um den streitbaren Investor Carl Icahn wollen aber immer noch eine Partnerschaft mit Microsoft durchsetzen. Sie könnten nun Experten zufolge erneut Druck machen. Microsoft hatte allerdings erst kürzlich einen weiteren Anlauf offiziell ausgeschlossen.
Viele Yahoo-Aktionäre hatten die Ablehnung einer Übernahme durch Microsoft immer wieder als finanzielle Fehlentscheidung kritisiert. Microsoft hatte zuletzt 33 Dollar je Aktie geboten. Der Yahoo-Kurs lag am Mittwoch bei knapp 14 Dollar. Die Aktie legte nach den neuen Übernahme-Spekulationen deutlich zu. Die Google-Aktie stand leicht unter Druck. (dpa)

