Neuer Multi-Messenger: 

netzeitung.deWeb.de will das Web 2.0 erobern

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Alle Netzwerk-Mails auf einmal checken bei Web.de (Foto: NZ Screenshot<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Alle Netzwerk-Mails auf einmal checken bei Web.de
Foto: NZ Screenshot
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Weil Mails zunehmend in sozialen Netzwerken verschickt werden, geht «Web.de»-Chef Jan Oetjen neue Wege: Das Portal will alle Community-Postfächer «aus einer Hand» anbieten.

Die meisten Nutzer von «Web.de» suchen die Seite nur aus einem Grund auf: um E-Mails zu checken. Mit rund 12 Millionen Nutzern ist das Portal neben GMX der größte E-Mail-Dienst Deutschlands. Doch Nachrichten schreiben kann man inzwischen auch problemlos auf Community-Portalen, wo Messenger-Dienste helfen, den Kontakt zur Freundesliste zu halten.

Jan Oetjen, der neue Chef von «Web.de», will die Abwanderung junger Internetnutzer in soziale Netzwerke aufhalten. Sein Portal soll zum zentralen Knotenpunkt werden, von dem aus die Postfächer aller sozialen Netzwerke verwaltet werden können.
«Wir glauben an die Integration»
«Wir glauben an die Integration, an einen Kommunikationspunkt im Internet», sagte Qetjen gegenüber dem «Faz»-Blog «Netzökonom». «Web.de» hat bereits einen «Multi-Messenger» entwickelt, der umständliche separate Logins bei StudiVZ, Xing oder Facebook überflüssig macht.

Den Untergang der E-Mail sieht Oetjen trotzdem nicht kommen: «Auch die jungen Menschen werden älter und gehen dann zur E-Mail zurück». In den sozialen Netzwerken werde es zudem eine «dramatische Konsolidierung» geben. «Die Öffnung der Gemeinschaften wird die nächste große Welle. Der Trend geht heraus aus den geschlossenen Nutzergruppen».

Dabei schließt er die hauseigene Webseite «Unddu.de» mit ein: «'Unddu.de' wird es als eigenständiges soziales Netzwerk auf Dauer schwer haben». Jan Oetjen war erst vor vier Wochen als Geschäftsführer zu «Web.de» gewechselt. Zuvor war er beim Reisedienstleisters «Lastminute.de» tätig. (nz)