Umkämpftes Werbegeschäft: 

netzeitung.deYahoo will mehr vom Markt mit Online-Anzeigen

 Herausgeber: netzeitung.de

Bei Yahoo hätte man auch gern Googles Erfolg (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bei Yahoo hätte man auch gern Googles Erfolg
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit dem Start einer neuen Vermarktungs-Plattform möchte der Internetkonzern dem Branchenprimus Google Konkurrenz machen. Ein nächster Schritt könnte bald folgen.

Der Internet-Konzern Yahoo will mit einem neuen Vermarktungssystem seinen Anteil am wachsenden Geschäft mit Online-Anzeigen ausbauen. Mit der Plattform APT können Online-Anbieter Anzeigen auf ihren Websites zielgenauer und damit teurer vermarkten. Als erste Kunden für die neue Anzeigenplattform stellte Yahoo-Chef Jerry Yang am Mittwoch in New York die US-Tageszeitungen «San Francisco Cronicle» und «San Jose Mercury News» vor. Im kommenden Jahr soll der Service für weitere Kunden zur Verfügung stehen.

Die neue Vermarktungsplattform soll als gemeinsamer Marktplatz für alle beteiligten Partner das Schalten und Verkaufen von Anzeigen deutlich vereinfachen. Sowohl Verlage, Anzeigenkunden, Agenturen, Entwickler als auch Partner sollen gemeinsam darauf zugreifen können. «Einer der Haupt-Vorteile von APT ist die Tatsache, dass es ein offenes System ist», sagte Yahoo-Managerin Sue Decker.

Im lukrativen Markt für Online-Anzeigen steht Yahoo unter starkem Wettbewerbsdruck, unter anderem auch durch Brachenprimus Google. Yahoo hatte erst in dieser Woche seine Gespräche über eine Fusion mit dem Online-Portal AOL wieder aufgenommen. Eine mögliche Kombination der Services und Angebote beider Unternehmen hatte Yahoo bereits als Abwehr-Reaktion auf die Übernahmepläne von Microsoft in Erwägung gezogen.

Für die Gespräche hatte auch der neue Yahoo-Verwaltungsrat grünes Licht gegeben, in dem inzwischen der streitbare Großaktionär und Multimillionär Carl Icahn sowie zwei seiner Gefolgsleute sitzen. Icahn hatte die Yahoo-Spitze heftig kritisiert, da sie das Übernahmeangebot von Microsoft in Höhe von ursprünglich weit mehr als 40 Milliarden Dollar ausgeschlagen hatte. (dpa)