27. Aug 2008 19:00, ergänzt 19:02
Die Kontrollstelle vermeldet für 2007 einen neuen Negativ-Rekord. Dass die Hinweise von außen sich ebenfalls häufen, deutet man dort allerdings als positives Zeichen.
Dabei handelte es sich vor allem um pornografische Seiten, die mit 52 Prozent den weitaus größten Anteil an den beanstandeten Angeboten ausmachten. Rechtsextreme Propaganda fiel dabei mit 14 Prozent ins Gewicht. Seit mittlerweile zehn Jahren spüren Schindler und seine knapp 20 Mitarbeiter in Mainz jugendgefährdende Inhalte im Internet auf. Ihr Job ist nicht einfach: Das Anschauen entsetzlicher Fotos und Videos gehört zum Alltagsgeschäft des Teams. Ihre Aufgabe ist unter anderem, die Seiten zu dokumentieren – damit sie möglichst rasch aus dem Internet verschwinden oder zumindest dem freien Zugriff von Kindern und Jugendlichen entzogen werden. Doch nicht nur einschlägige Seiten gefährden aus Sicht der Experten Kinder und Jugendliche. Auch Online-Netzwerke wie etwa SchülerVZ, Facebook oder Youtube seien nicht ungefährlich. Gerade in diesen Angeboten des sogenannten Web 2.0 würden offenkundig die gleichen Fehler gemacht wie bei älteren Angeboten, sagte Schindler. Die wichtigste Aufgabe sei es, vor allem Betreiber auf ihre eigene Verantwortung hinzuweisen. Oft würden «Jugendschutzaspekte zu wenig mitbedacht». Doch auch Eltern müssten sich die Gefahr bewusster machen, die etwa die Preisgabe eigener Daten im Netz berge.