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Plan von Yahoo und Intel: 

E-Mail in der Glotze

21. Aug 2008 19:20
Ich glotz' TV  - und glotz' dabei auch bald Internet
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Wer während eines Fernsehabends noch schnell seine E-Mails checken möchte, muss bisher den Computer hochfahren. Zwei Konzerne wollen den Couch Potatoes das Leben einfacher machen – und neue Märkte erschließen.

Intel und Yahoo wollen gemeinsam Internet-Dienste auf TV-Geräte bringen. Dabei geht es um Angebote wie zum Beispiel Wetter-Informationen, E-Mail, Aktienkurse oder Nachrichten und weniger darum, auf die Fernseher die gewohnte Internet-Nutzung am PC zu übertragen.

Die Dienstprogramme, sogenannte «Widgets», tauchen in einer Leiste am unteren Bildschirm-Rand auf, ohne dass sie das Fernsehbild überdecken. Als erste Partner aus der Unterhaltungselektronik werden Samsung und Toshiba voraussichtlich noch in diesem Jahr TV-Geräte mit der Funktion vermarkten, kündigte Intel-Manager Eric Kim am Mittwoch in San Francisco auf Intels Entwicklerforum IDF an.

Die Inhalte werden über eine Software des Internet-Konzerns Yahoo, einer sogenannten «Widget Engine», aus dem Netz gesammelt. Das Programm läuft auf Intels neuem Prozessor CE 3100 (Codename Canmore), den der weltgrößte Chiphersteller bereits im Januar auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas angekündigt hatte.

Intel will in die Unterhaltungselektronik

Canmore unterstützt unter anderem Videos in höchster Auflösung (HD), Audio sowie 2- und 3-D-Grafik. Er ist speziell für Unterhaltungsgeräte wie Fernseher, Settop-Boxen und Mediaplayer konzipiert und soll es Herstellern erleichtern, neue Internet-Inhalte und andere Multimedia-Funktionen auf ihren Geräten zu integrieren.

Eine erfolgreiche Kombination von Internet-Diensten und Fernsehen könnte die Verteilung der Werbeeinnahmen beeinflussen. Sie wandern derzeit kontinuierlich ins Internet ab - vor allem weil die Menschen mehr Zeit im Netz verbringen. Die Möglichkeit, wichtige Web-Dienste auch auf dem TV-Gerät zu nutzen, könnte die Position des Werbemediums Fernsehen stärken.

Für den Chiphersteller Intel, der traditionell Prozessoren für die Computerindustrie fertigt, ist der Vorstoß in den Markt der Verbraucherelektronik bereits der zweite Versuch. Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen mit der Chip-Plattform «Viiv» einen Anlauf gestartet, in diesem Markt Fuß zu fassen.

Intel wollte mit einem Viiv-Logo garantieren, dass entsprechend gekennzeichnete Geräte wie Fernseher, DVD-Player oder Mediaplayer bestimmten Anforderungen genügen. Es gelang jedoch nicht, die großen Elektronik-Hersteller zu überzeugen. Ende vergangenen Jahres stellte Intel schließlich sein Viiv-Programm komplett ein. (dpa)

 
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