Canmore unterstützt unter anderem Videos in höchster Auflösung (HD), Audio sowie 2- und 3-D-Grafik. Er ist speziell für Unterhaltungsgeräte wie Fernseher, Settop-Boxen und Mediaplayer konzipiert und soll es Herstellern erleichtern, neue Internet-Inhalte und andere Multimedia-Funktionen auf ihren Geräten zu integrieren. Eine erfolgreiche Kombination von Internet-Diensten und Fernsehen könnte die Verteilung der Werbeeinnahmen beeinflussen. Sie wandern derzeit kontinuierlich ins Internet ab - vor allem weil die Menschen mehr Zeit im Netz verbringen. Die Möglichkeit, wichtige Web-Dienste auch auf dem TV-Gerät zu nutzen, könnte die Position des Werbemediums Fernsehen stärken.
Für den Chiphersteller Intel, der traditionell Prozessoren für die Computerindustrie fertigt, ist der Vorstoß in den Markt der Verbraucherelektronik bereits der zweite Versuch. Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen mit der Chip-Plattform «Viiv» einen Anlauf gestartet, in diesem Markt Fuß zu fassen.
Intel wollte mit einem Viiv-Logo garantieren, dass entsprechend gekennzeichnete Geräte wie Fernseher, DVD-Player oder Mediaplayer bestimmten Anforderungen genügen. Es gelang jedoch nicht, die großen Elektronik-Hersteller zu überzeugen. Ende vergangenen Jahres stellte Intel schließlich sein Viiv-Programm komplett ein. (dpa)