Pentagon und Nasa blamiert:
Ufo-Hacker droht lebenslang
31.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Er sagte aber, er sei eher ein «Computer-Freak» und habe nach Informationen über Ufos suchen wollen. «Gary McKinnon ist weder ein Terrorist noch ein Sympathisant mit Terroristen», hieß es in der Mitteilung seiner Anwälte. Die Verteidiger kündigten eine Berufung vor dem Europäischen Gerichtshof an.
Das Verhalten des Beschuldigten sei vermeintlich «Einschüchterung und Nötigung» der US-Regierung gewesen, sagte Lord Simon Brown, der das Urteil verlas. Die US-Behörden beschuldigen den Mann, unter anderem 950 Passwörter gestohlen zu haben. Er habe kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auch Daten gelöscht und ein wichtiges System beim Militär lahmgelegt. Sein Vergehen sei wie eine Terrorismus-Tat zu behandeln, falls er nicht kooperiere und sich schuldig bekenne. McKinnon droht unter Umständen eine 70 Jahre lange Strafe wegen Sabotage grundlegender Verteidigungssysteme. Seine Tat wurde auch als «größter Militär-Hack aller Zeiten» beschrieben.
In Großbritannien wurde der Mann 2002 festgenommen, aber nie angeklagt. McKinnon hatte vor dem House of Lords, der obersten Gerichtsinstanz des Vereinten Königreichs, gegen ein Auslieferungs- Urteil von 2006 Berufung eingelegt. (dpa)

