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Spekulationen über Krebs-Erkrankung: 

Apple-Chef telefoniert mit «Schleim-Eimer»

28. Jul 2008 12:15
Am Telefon auch gern mal verbal radikal: Steve Jobs
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Die Gerüchteküche kochte, als die «New York Times» über eine Operation von Steve Jobs schrieb. Dieser erwies sich beim Telefonat mit dem verantwortlichen Redakteur mehr als fit – als verbaler Randalierer.

Apple-Chef Steve Jobs hat Spekulationen über eine neue Krebserkrankung zurückgewiesen. Der als verschwiegen und bisweilen auch arrogant geltende Gründer des Mac- und iPod- Herstellers wählte dafür den ungewöhnlichen Weg über einen Journalisten der «New York Times», der zudem auch noch keine Details nennen durfte.

Immerhin durfte der Reporter nach einem Telefonat mit Jobs preisgeben, dass der Apple-Chef zwar etwas deutlich ernsteres als eine gewöhnliche Viruserkrankung hatte, aber nichts Lebensbedrohliches und keine Rückkehr der Krebserkrankung.

Er habe auch nichts gehört, was bisherigen Berichten der «New York Times» widersprochen habe, schrieb der Journalist als weiteren Hinweis. Die Zeitung hatte vergangene Woche berichtet, dass Jobs sich einer Operation unterzogen und an Verdauungsproblemen gelitten habe.

Abgemagerter i-Imperium-Chef

Zuletzt hatte es massive Spekulationen über Jobs' Gesundheitszustand gegeben. Da der 53-Jährige als treibende Kraft hinter vielen Apple-Innovationen gilt, belasteten die Gerüchte den Aktienkurs und lösten in Amerika auch eine Diskussion darüber aus, wann ein Firmenchef die Öffentlichkeit über seinen Gesundheitszustand informieren muss.

Jobs hatte 2004 Mitarbeiter und Aktionäre über seine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsen-Krebs erst nach erfolgreicher operativer Behandlung unterrichtet.

Als der charismatische Apple-Chef bei der Vorstellung der neuen iPhone-Generation Anfang Juni Beobachtern abgemagert vorkam, kam Sorge um seien Gesundheitszustand auf. In einigen Medien und Blogs wurde auch über eine mögliche Wiederkehr der Krebserkrankung spekuliert.

«Sie sind ein Schleim-Eimer»

Vergangene Woche goss Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer noch Öl ins Feuer. In der Telefon-Konferenz nach Vorlage der Quartalszahlen antwortete er auf eine Frage nach Jobs' Gesundheit, der Konzernchef liebe Apple und wolle das Unternehmen nicht verlassen. Und «Steves Gesundheit ist seine Privatangelegenheit».

Nach Darstellung des «New York Times»-Journalisten Joe Nocera rief Jobs ihn wenige Tage später an und erklärte sich bereit, Informationen über seinen Gesundheitszustand zu geben, wenn diese geheim blieben.

Nocera zufolge begann sein Gesprächspartner die Unterhaltung mit folgendem Satz: «Sie denken, ich bin ein arroganter (herausgelassener Kraftausdruck), der glaubt, dass er über dem Gesetz steht, und ich denke, Sie sind ein Schleim-Eimer, bei dem die meisten Fakten nicht stimmen.» Nocera äußerte in seinem Artikel keine Zweifel, dass er tatsächlich mit dem echten Steve Jobs telefoniert hatte. (dpa)


 
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