Neues von Fujitsu Siemens:
Ein Mini mit wasserfester Tastatur
01. Sep 2008 08:41
 |  Amilo Mini-Präsentation auf der IFA 2008 | Foto: dpa |
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Fujitsu-Siemens konzentriert sich auf der IFA auf die Kombination von Netzwerktechnik und Lifestyle. Mit der
Netzeitung sprach Manager Holger Bub über die neuen Amilo Notebooks und die Zukunft des Unternehmens.
Netzeitung: Herr Bub, welchen Schwerpunkt hat sich Fujitsu-Siemens auf der IFA 2008 gesetzt?Holger Bub: Wir haben zwei Schwerpunkte. Zum einen stellen wir unsere neuen Lifestyle -Produkte vor, die Amilo Minis. Das sind kleine Notebooks, die sich prima als Zweitgerät für Leute eignen, die viel unterwegs sind. Man kann sie einfach in die Hand- oder Jackentasche stecken.
Das Zweite sind umweltfreundliche Energiesparprodukte. Hier stellen wir zwei neue Monitore vor, die Eco-Modelle aus der Serie Scenicview. Sie haben eine Stand by-Funktion, in der sie tatsächlich überhaupt keinen Strom mehr verbrauchen. Außerdem nutzen wir die Messe, um unsere Amilo 3000-Serie einmal komplett vorzustellen, sowohl Notebooks, als auch PCs und Monitore.Netzeitung: Welche Besonderheiten bietet Ihre Amilo 3000-Reihe, die andere Notebooks nicht haben?
Holger Bub: Zum einen ist es das Design: Die Notebooks sind alle schwarz oder weiß. Aber auch die technischen Features sind neu. Die Reihe hat zum Beispiel eine besondere, vor Spritzwasser geschützte Tastatur, so dass nicht gleich das ganze Notebook kaputt geht, wenn einem mal ein Getränk umkippt.
Digital vernetztes Heim
Netzeitung: Was genau bietet Fujitsu-Siemens im hier auf der IFA so präsenten Bereich «digital vernetztes Heim»?
Holger Bub: Für diesen Bereich haben wir zwei Lösungen mitgebracht. Erstens einen zentralen, leicht bedienbaren Datenspeicher, der bis zu vier Festplatten aufnehmen und zwei Terabyte große Daten speichern kann. Man kann darin verschiedene Bereiche für mehrere Personen einrichten, so dass jedes Familienmitglied eine eigene Dateiablage für Fotos, Filme, Musik oder was auch immer hat. Es gibt auch eine Kindersicherung, damit nicht aus Versehen die Dateien der Eltern gelöscht werden. Netzeitung: Und was ist die zweite Neuheit?
Holger Bub: Eine kleinere Lösung namens Storagebird Duo. Das ist ein kleines externes Festplattengehäuse mit Linux-Intelligenz und Backup-Funktion, das zwei Festplatten integrieren kann. Über einen Router, Lan, Wlan oder Power-Lan kann man im heimischen Netzwerk darauf zugreifen. Wenn man zum Beispiel im Wohnzimmer Musik hören möchte, lässt sich der Datenspeicher einfach durch einen kleinen Desktop PC oder einen Amilo Mini ergänzen, der an die Stereoanlage angeschlossen wird.
N-Standard und HDTV
Netzeitung: Was ist in nächster Zeit noch aus Ihrem Hause zu erwarten?Holger Bub: Was auf uns zukommen wird, ist sicherlich der neue N-Standard, der ja schon in einige Notebooks eingebaut wird. (Wlan nach dem N-Standard kann Daten theoretisch bis zu fünf Mal schneller als der G-Standard übertragen, und das bis zur doppelten Reichweite, A.d.R.) Da wird die Entwicklung sicherlich noch weitergehen, so dass bald auch HDTV über einen zentralen Server empfangen und übertragen werden kann. Das wird aber noch eine Weile dauern.
Netzeitung: Panasonic hat auf der IFA bereits eine Lösung für die Verknüpfung von Internet und Fernsehen präsentiert.
Holger Bub: Da wir aus der Computerwelt kommen, konzentrieren wir uns ganz auf die klassische Netzwerktechnik, die weltweit millionenfach in Büros benötigt wird. Dabei sind wir auch offen beim Datentransport. Mit einem Gerät von Fujitsu-Siemens kann jede beliebige andere Marke flexibel kombiniert werden, so dass jeder Nutzer eine individuelle Lösung findet.
Die Zukunft von Fujitsu-Siemens
Netzeitung: Wo wir beim Thema Lösungen sind: Wie steht es denn um die Zukunft von Fujitsu-Siemens?Holger Bub: Da müssen Sie Fujitsu oder Siemens fragen, die diskutieren das gerade. Aber am besten sprechen Sie mit unserer Pressesprecherin Melanie Wolf darüber.
Netzeitung: Frau Wolf, wird es bei der Zusammenarbeit von Fujitsu und Siemens bleiben?
Melanie Wolf: Die Shareholder haben bestätigt, dass sie darüber verhandeln, aber der Ausgang ist noch völlig offen. Fest steht, dass der Vertrag in einem Jahr ausläuft. Aber es wurde auch gesagt, dass sie 2009 eine Geburtstags- und keine Abschiedsfeier geben wollen. Die Frage ist also nicht, ob es uns dann noch gibt, sondern mit welchen Eigentümern.Holger Bub ist bei Fujitsu-Siemens für die Marketing-Abteilung Consumer Deutschland tätig. Das Gespräch führte Maike Schultz.
Für das Web ediert von Maike Schultz